So klingt Freundschaft

Wesel.  Zahlreiche Menschen sind am Sonntagabend in die St.-Johannes-Kirche in Bislich gekommen. Anlässlich des 40. Jubiläums der Partnerschaft zwischen Wesel und der südenglischen Stadt Felixstowe veranstaltete der Arbeitskreis „Pro Musica“ des Heimatvereins Bislich ein Konzert zu Ehren der Gäste. Das Vokalensemble „Cantemus“ bot unter dem Titel „Von Byrd bis The Beatles“ Stücke von englischen Komponisten dar. „Wir wollten, dass unsere englischen Gäste sich willkommen fühlen“, sagte Chorleiter und Organist Dominik Giesen.

Eine Stunde lang präsentierten die acht Sängerinnen und Sänger des Vokalensembles einen Querschnitt englischer Musik. Darunter auch Stücke von William Byrd, Thomas Tallis, aber auch von den Beatles. „Es sollte ein weltoffenes Konzert sein und musikalisch ein breites Spektrum bieten“, sagte der Chorleiter. Neben dem Gesang des Vokalensembles enthielt das Programm auch Orgelsoli aus seiner Feder. Ein besonderer Höhepunkt waren die „Traditional Old English Country Dances“, die aus der englischen Renaissance stammen. „Diese Stücke passen sehr gut zur Orgel und bieten ein neues Klangerlebnis“, so Dominik Giesen.

Ein Segen als Zugabe

Andächtig lauschten die Gäste der Musik und belohnten das Ensemble und seinen Leiter im Anschluss mit anhaltendem Applaus. Als Zugabe sang das Ensemble „Irish Blessings“ und gab den Gästen damit ihren Segen mit auf den Weg.

Acht Monate hatten die Vorbereitungen für das Konzert gedauert. „Es war zwar anstrengend, doch es hat auch viel Spaß gemacht“, erzählte Renate Droste, eine der Sängerinnen. Sie wirkt im Arbeitskreis „Pro Musica“ mit und hatte die Idee, ein Konzert für die Gäste aus Felixstowe zu organisieren. „Die anderen waren sofort begeistert“, sagte Renate Droste. Seit einem Jahr singt das achtköpfige Ensemble – Gudrun Wolter, Gabriele Hollmann, Renate Droste, Irmgard Ticheloven, Rolf Steinbring, Annette Bauer, Wendelin Schulte und Dominik Giesen – zusammen.

Das Vokalensemble begann ursprünglich als kleiner Übungschor, den der 19-jährige Dominik Giesen für seine C-Ausbildung in Kirchenmusik gründete. „Die Zusammenarbeit funktionierte so gut, dass wir beschlossen, weiterzumachen.“ Der junge Chorleiter wird im Oktober sein Studium der Kirchenmusik in Köln beginnen. Doch er möchte auch weiterhin das Vokalensemble begleiten. „Wir sind musikalisch und persönlich zusammengewachsen. Es wäre schade jetzt aufzuhören.“

 
 

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