Schotter und Grauwacke für den neuen Rad- und Wanderweg

Foto: WAZ FotoPool

Schermbeck.. Der RVR will mit den Arbeiten am Rad- und Wanderweg auf der alten Bahntrasse zwischen Schermbeck und Dorsten bis Ende Dezember fertig sein. Dieses Stück gehört zur Römerroute, die komplett von Xanten bis nach Haltern reicht.

„Wir schreiten gut voran“, sagt Rainer Kramps über den Ausbau des Rad- und Wanderwegs. Kramps kümmert sich als Bauleiter beim Regionalverband Ruhr (RVR) um den Streckenbau, bei dem sich bisher „keine Besonderheiten“ oder Probleme zeigten.

Im Gegenteil: Er und RVR-Pressesprecherin Barbara Klask gehen nach den aktuellen Fortschritten davon aus, dass der Abschnitt „bis zum Jahresende fertig ist“. Die offizielle Eröffnung soll aber erst im kommenden Frühjahr folgen, wenn das Wetter sich eher zum Wandern und Radfahren eigne, begründet Klask.

Mit dem Freischneiden der völlig zugewucherten Trasse begannen die Arbeiter im vorigen Winter, danach wurde der alte Bahnschotter von den Wurzeln befreit. Immerhin rund 55 Kubikmeter Material hatte der RVR danach zu entsorgen. Auch andere Materialmengen erstaunen, geht es doch „nur“ um eine vergleichsweise schmale Strecke. 3000 Tonnen Schotter transportieren Lastwagen derzeit an die Trasse, zwei Schichten „Grauwacke“ in verschiedener Körnung werden aufgebracht. „Wir liegen im Zeitplan“, stellt Bauleiter Kramps dazu fest. „Für Radfahrer und Fußgänger ideal“ nennt er die oberste Deckschicht, einen recht feinen Split; weitere 600 Tonnen fahren die Laster dann.

In der letzten Oktoberwoche machen sich die Bauleute an einen weiteren wichtigen Projektabschnitt: Dann geht es um die Querungen, die der neue Weg mit dem Alten Postweg, der Landwehr, dem Kapellen-, Buschhausener- und Brannenweg haben wird.

„Wir werden die Bereiche für die Arbeiten teilweise für halbe Tage sperren“, so Kramps. Denn der alte Asphalt wird gegen ein großes, rotes und robustes Pflaster ausgetauscht, das die Verkehrsteilnehmer auf die sensiblen Bereiche hinweisen wird. Denn: Die Weseler Kreispolizei untersagte eine Vorrang-Regel für die Radler. „Damit ist die Durchgängigkeit nicht gegeben“, bedauert der Bauleiter, denn in Dorsten entschieden die Behörden hierbei anders.

Neben der Farbe werden aber auch zusätzliche Hinweisschilder die Pkw-Fahrer warnen. „Wir werden die Straße einengen“, so Kramps, um zu hohes Tempo zu vermeiden. Zwei Fahrzeuge werden dort künftig nicht aneinander vorbei kommen.

Aus Erfahrung klug geworden, setzt der RVR beim neuen Pflaster (rund 300 Quadratmeter) auf eine solide Lösung, damit die Steine möglichst lange halten; zumal auf dem Kapellenweg mit seinem Lkw-Verkehr. Kramps: „Wenn man es vernünftig und von Grund auf macht, dann hält es auch.“

 
 

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