Schlemmen im alten Stall

Hanni Krebber auf der Terrasse ihres Bauerncafés - hier mit Hofkaterchen Ludwig, der gern die Gäste begrüßt.
Hanni Krebber auf der Terrasse ihres Bauerncafés - hier mit Hofkaterchen Ludwig, der gern die Gäste begrüßt.
Foto: Peggy Mendel
Hagemann’s Hofcafé in Brünen ist für seine Frühstücksbuffets beliebt - und für Hanni Krebbers Torten. Mancher kommt von weit her um sie zu genießen.

Hamminkeln..  Ihre Pferde haben Hanni und Wilfried Krebber nach Brünen gebracht, 28 Jahre ist das jetzt her. „Wir wollten gern so wohnen, dass wir die Tiere bei uns haben.“ Heute serviert sie Torten im Stall, hat zusammen mit ihrem Mann Stück für Stück den Hof gekauft.

Im Grunde hat die NRZ den Anstoß zum Café gegeben, sagt sie. „Da war eine Serie über Bauernhofcafés. Sowas wollten wir auch machen.“ Gesagt, getan: Am 1. Oktober ist es sieben Jahre her, dass die Krebbers „Hagemann’s Hofcafé“ eröffneten. Hagemann? „Den Hof gibt es seit 1830, er hat immer so geheißen“, erklärt Hanni Krebber. „Die Inhaber mögen wechseln aber der Name gehört zum Hof...“

Tenne, Kuh- und Schweinestall haben Krebbers zu einem großen, gemütlichen Raum zusammengelegt. „Bei uns heißt es durchaus noch ‘die sitzen im Schweinestall’“, schmunzelt sie. So weiß man, in welchen Teil des Raums das neue Gedeck gehört. Besonders beliebt ist das Frühstücksbuffet, Hanni Krebber stellt sogar die Marmelade selbst her. Die Leute mögen das - und sie lieben ihre Torten. „Ich backe mit Butter“, verrät die gelernte Drogistin. Neben ihren Fähigkeiten in der Küche zählt auch die Logistik. Haben Sie schonmal 70 Gäste zum Frühstück bewirtet? Am Wochenende ist das für die Chefin kein Problem. „So 150 Eier verarbeite ich dann“, sagt sie. Auch Gesellschaften treffen sich gern hier. „Ältere Leute laden lieber zum Frühstücksbuffet ein, als abends lange zu feiern“, ist ihre Erfahrung. Dann beginnt ihr Tag um 6.30 Uhr, bis die Türen um 9.30 Uhr öffnen, steht alles bereit und wird ständig frisch nachgefüllt.

Der Anfang war nicht leicht. „Wir waren so dumm...“ - sie lacht. Weil Backen ihre Leidenschaft nicht war, hatten sie eine Bäckerin eingestellt. Nach einem Jahr war die weg - und Hanni Krebber buk doch selbst. Heute tut sie das sogar gern: Die Renner bei den Kunden sind Stachelbeer-Baiser-Torte, Heidelbeer-Joghurt, Philadelphia - und die Blechkuchen. 15 verschiedene Torten bietet sie am Wochenende an.

Wer den urigen Hof betritt, wird in der Regel persönlich begrüßt. Tiger Michel und der gefleckte Ludwig holen die Gäste am Auto ab begleiten sie bis zur Tür. Dort ist für die halbwüchsigen Kätzchen Schluss, die vor allem die Terrassensaison genießen und sich schmusen lassen. „Ich hab immer Angst, sie könnten mal zu den Leuten ins Auto steigen...“

Ach ja, die Pferde. Ein paar alte Exemplare genießen ihr Gnadenbrot, außerdem gibt es die Shettys für die Enkelkinder, die ebenfalls mit ihren Familien auf dem Hof leben. Zum Reiten hat Hanni Krebber keine Zeit mehr. „Vielleicht, wenn ich in Rente gehe...“ - sie lacht, denn: „Ich liebe meine Arbeit.“

 
 

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