Schermbecker Zwerge wetten mit dem Bürgermeister

Projekten in Sierra Leone kommen die Spenden der Gagu Gartenzwerge auch diesmal zu Gute. Familien aus Slums und Waisenkindern soll geholfen werden.
Projekten in Sierra Leone kommen die Spenden der Gagu Gartenzwerge auch diesmal zu Gute. Familien aus Slums und Waisenkindern soll geholfen werden.
Foto: PR
In Sierra Leone möchte die Gagu Zwergenhilfe aus Schermbeck Häuser für Familien aus Slums und Waisenkinder bauen. Um das Projekt zu finanzieren, soll eine Wette mit Bürgermeister Mike Rexforth Spenden einbringen.

Schermbeck.  „Da, wo Probleme wirklich entstehen, müssen wir anpacken“, sagte Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth und begründete so, warum er keine Sekunde gezögert habe, als die Gagu Zwergenhilfe e.V. ihn zu einer Wette herausgefordert hat. Wie bereits im Jahr 2008 sollen die Schermbecker spenden, um ein weiteres Projekt in Sierra Leone zu unterstützen. Worum es dabei genau geht, das stellten Bürgermeister Rexforth sowie Gudrun Gerwien und Dieter Schmitt von der Gagu gestern vor.

„Im vergangenen Jahr haben 20 000 Kinder durch Ebola ihre Eltern verloren. Denen wollen wir eine neue Chance geben“, sagt Gudrun Gerwien. Gleichzeitig soll aber auch den Menschen geholfen werden, die in den Slums des Landes leben. „Wir wollen Häuser bauen, in denen die Menschen leben können. Die Bedingung für die Familien, die dort einziehen ist, dass sie zwei Waisenkinder aufnehmen“, erklärt Gerwien. Damit das neue Projekt der Gagu Zwergenhilfe Fahrt aufnehmen kann, soll, wie schon 2008, gewettet werden. „Ein Haus kostet 15 000 Euro. Unser Ziel ist es, 50 000 Euro durch Spenden zusammenzubekommen“, so Gerwien. Ein Teil der Summe soll dann auch den Flüchtlingen zugutekommen, die in Schermbeck aufgenommen wurden.

Bürgermeister spendet Gitarre

Im Rahmen eines großen Halloween-Festes wird die Wette am 31. Oktober gestartet und dann ein Jahr lang laufen. Damit der Rahmen passt, haben sich die Verantwortlichen von der Zwergenhilfe einiges einfallen lassen. In der Gespenteria wird es eine Hexensuppe geben, dazu warmes und kaltes Gebräu. Für besonders mutige gibt es ein Gruselkabinett und ein Ausschnitt aus dem Musical „Tanz der Vampire“ wird aufgeführt. „Das ist mein Lieblings-Musical“, merkte Bürgermeister Rexforth an.

Das Stadtoberhaut wird im Übrigen, neben seinem noch nicht bekannten Wetteinsatz, einen ganz persönlichen Beitrag leisten. „Ich bin leidenschaftlicher Gitarrensammler und habe ein Exemplar, das von Herbert Grönemeyer und Jools Holland unterschrieben ist. Das wird auf jeden Fall seinen Besitzer wechseln und die Summe, die dabei zusammenkommt, gespendet werden“, verspricht Mike Rexforth.

Bei dem Halloweenfest, das um 15 Uhr beginnt und um 21 Uhr endet, wird zudem noch ein Ehrengast aus Sierra Leone erwartet. „Wir haben die Zusage, dass ein Vertreter der Botschaft zu uns kommt“, so Gudrun Gerwien.