Schafzäune versperren Radfahrern in Wesel den Weg

Hier geht’s nicht weiter: Fahrradfahrer müssen Umwege fahren, weil Niederrhein- und Römerroute in Wesel-Werrich von Schafzäunen unterbrochen werden. Foto: Karlheinz Hasibether
Hier geht’s nicht weiter: Fahrradfahrer müssen Umwege fahren, weil Niederrhein- und Römerroute in Wesel-Werrich von Schafzäunen unterbrochen werden. Foto: Karlheinz Hasibether

Wesel.. Die beliebte Niederrheinroute führt Radfahrer über den Deichverteidigungsweg an Wesel vorbei. Auf dem Deich weiden Schafe, weshalb die Radler zuweilen durch Zäune ausgebremst werden. Dagegen macht ein SPD-Ratsherr mobil.

Seit fast einem Jahr stehen die teilmobilen Zäune am linksrheinischen Deich zwischen der Bundesstraße 58 und Wesel-Werrich, doch noch immer wird von Zeit zu Zeit der Deichverteidigungsweg am Fuße des Hochwasserschutzes gesperrt. Schafe sind dann dort zu finden, wo eigentlich Ausflügler mit dem Fahrrad die Natur in Rheinnähe genießen könnten. Das wird seit Jahren beklagt und führt immer wieder zu Konflikten.

Jetzt macht sich der in Büderich angetretene SPD-Ratsherr Karlheinz Hasibether dafür stark, dass die Schafe während der Radfahrsaison hinter den teilmobilen Zäunen verschwinden. Nicht nur die Verschmutzung durch die Tiere sei ärgerlich. Vor allem sei es die Sperrung, da mitten in der Hauptradfahrsaison ein für den Radtourismus bedeutsamer Weg willkürlich unterbrochen werde. Schließlich handele es sich um die bekannte Niederrheinroute und um die Römerroute.

Irritierte Radfahrer vor verschlossenen Toren

Am Wochenende hat der Sozialdemokrat das Geschehen mit Fotos dokumentiert. Auf einem Teil der Strecke seien die Schafe auch hinter dem Zaun Richtung Wasserseite zu finden gewesen. Deshalb die Frage von Karlheinz Hasibether: Warum geht das nicht auf der gesamten Radfahrroute? Schließlich sei er bei seiner Tour auch irritierten Radlern begegnet, die vor verschlossenen Toren gestanden hätten.

Der Genosse verweist in diesem Zusammenhang erneut auf einen Ratsbeschluss von April 2007, wo eine ganzjährige durchgängige Befahrbarkeit des Deichverteidigungswegs festgeschrieben ist. Die landseitig gelegenen Flächen müssten deshalb gemäht werden. Abschnittsweise sollte demnach nur die Deichkrone für die Zeit der Beweidung durch Schafe gesperrt werden.

Vor etwa einem Jahr wurden die Gefahrenstellen an den Tordurchfahrten zwischen den einzelnen Weiden entschärft. Seither stehen dort rot-weiße-Pfosten und die Tore sind - wenn keine Schafe weiden - geöffnet, so dass ein Absteigen nicht mehr nötig ist. Die von der Stadt angeschafften teilmobilen Zäune kosteten übrigens 32.000 Euro. Hinzu kamen 5000 Euro für die Pfosten.

 
 

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