Salz-Schiffe von Wesel in die Welt

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350 000 Tonnen Salz diese Menge soll ab kommendem Jahr im Stadthafen verladen werden. Die Firma Hülskens, Hafen-Anlieger, hat dieses Geschäft mit dem Salz-Förderer Esco in Borth an Land gezogen und schafft derzeit die baulichen Voraussetzungen. Unter anderem für die Anlieferung, für die täglich rund 50 Lkw sorgen werden.

Wesel..  350 000 Tonnen Salz - das würde für 350 Milliarden Frühstückeier reichen oder einen durch etliche rutschige Winter bringen. Diese Menge soll ab kommendem Jahr im Stadthafen verladen werden. Die Firma Hülskens, Hafen-Anlieger, hat dieses Geschäft mit dem Salz-Förderer Esco in Borth an Land gezogen und schafft derzeit die baulichen Voraussetzungen. Unter anderem für die Anlieferung, für die täglich rund 50 Lkw sorgen werden.

Gestern hatten Hülskens-Geschäftsführer Jörg Hüting und der Technische Leiter der Firma, Dr. Rudolf Koß, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, den SPD-Fraktionsvorsitzenden Ludger Hovest und weitere sozialdemokratische Politiker zu Gast, denen sie die Pläne erläuterten. Nur knapp gegenüber dem Mitbewerber-Angebot habe man den Auftrag zur Salzverladung erhalten, so Hüting. Hülskens knüpft damit an eine Tradition an: Seit 1926 schon verlädt das Unternehmen Salz in Ossenberg.

Fürs Ei und generell als Speisesalz nimmt man es besser nicht. Als Streusalz schon eher. Ein ganzer Teil dient der chemischen Industrie zur Chlorgas-Gewinnung. Für diese Zwecke wird es nach Belgien verschifft, geht bis nach England und Skandinavien, aber teils auch den Rhein hinauf.

Abschottung in Kipphalle

Die neue Büdericher Umgehung mache die neue Salzverladung erst möglich, sagt Dr. Koß. An Werktagen zwischen 6 und 22 Uhr sollen die Salzlaster aus Borth anrollen. Etwa zehn bis zwölf pro Stunde können ihre Fracht auf der gerade entstehenden Kippstelle entladen. Nicht unter freiem Himmel, sondern in einer 14 Meter hohen Kipphalle, die bis Juni fertig sein soll.

Eine Staubabsauganlage und eine Luftsperre wie am Kaufhauseingang sollen verhindern, dass Salz durch die Gegend weht. Die Förderanlage, die von dort rund 70 Lkw-Ladungen aufs Schiff transportiert, ist eingehaust.

Weniger Lkw als vor Jahren

Diese Abschottung sei für die Stadt in Abstimmungsgesprächen wichtig gewesen, sagt die Bürgermeisterin. Ebenso das Thema Lkw. Deren Zahl sei in den letzten drei bis vier Jahren zurück gegangen. Sie werde in Zukunft auch in der Summe der Verladung von Kies, Sand und Salz nicht wieder erreicht.

Die zusätzliche Hafen-Nutzung sorge für Einnahmen auch beim Häfen-Verbund Deltaport, so SPD-Fraktionsvorsitzender Hovest. Und sie sichere Arbeitsplätze. Wenn die neue Salzverladestelle für 1,7 Millionen Euro fertiggestellt ist, werden hier zwei Hülskens-Mitarbeiter tätig sein.

 
 

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