Rückschlag für den neuen Sportplatz in Bislich

Seit Jahren träumen die Aktiven vom SV Bislich vom Kunstrasenplatz und neuem Vereinsheim. Nun ist das Ziel erneut in weite Ferne gerückt.
Seit Jahren träumen die Aktiven vom SV Bislich vom Kunstrasenplatz und neuem Vereinsheim. Nun ist das Ziel erneut in weite Ferne gerückt.
Foto: Funke Foto Services
SV soll seinen Bürgen verloren haben – ohne den gibt es kein Geld von der Stadt

Wesel.  Böse Nachrichten für den SV Bislich: Der Bürge, der den Bau des neuen Sportplatzes sicher stellen sollte, ist nach NRZ Informationen jetzt abgesprungen. Ziel war es, dass die Stadt gut 800 000 Euro des rund 1,145 Millionen Euro teuren Platzes übernimmt, der Verein den Rest durch Eigenleistung und Sponsoren aufbringt.

Sicherheit als Bedingung

Doch die Stadt Wesel hat eine Bedingung, damit das Geld fließen kann: Ein Bürge muss sicher stellen, dass der Platz auch dann zu Ende gebaut wird, wenn der Verein nicht die erwünschte Summe oder Eigenleistung erbringen kann. Grund für diese so genannte Gewährleistungsbürgschaft ist, dass die öffentlichen Mittel nicht verschwendet werden sollen.

Alles schien in trockenen Tüchern, auch wenn der Bürge im vergangenen Jahr zunächst nichts habe schriftlich machen wollen. Nachdem die Stadt hart blieb, habe er doch unterschrieben. Und nun zurückgezogen. Zwar ist der städtische Anteil in den Haushalt eingestellt. Ohne den Bürgen aber wird der Betrag nicht ausgezahlt: Das bekräftigte nach NRZ-Informationen gestern einstimmig der Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung.

Findet der SV, die Aktiven hatten sich mit viel Enthusiasmus bereits Mitte Juli an die Arbeit gemacht, jetzt keinen Ersatz, entfällt der Anteil der Stadt. Den neuen Sportplatz wird es dann nicht geben, so die Position des Rats.

Schon bei den Vertragsverhandlungen im vergangenen Jahr hatte der Verein deutlich gemacht, dass er selbst keine Ersatzmaßnahmen oder Schadensersatzzahlungen leisten könne, also die Gewährleistungsbürgschaft nicht selbst tragen könne.

Jahrelange Bemühungen

Damit erleidet der SV Bislich mit seinem Traum vom neuen Sportplatz mit modernem Kunstrasen und einem neuen Vereinsheim einen weiteren Tiefschlag - schon seit Jahren kämpfen die Aktiven um die Verwirklichung. Immer neue Hindernisse taten sich auf, ein Giftmüll-Verdacht, schwierige Verhandlungen und die Suche nach Sponsoren machen das Projekt am Feldwicker Weg zu einer sehr langen Geschichte.

Hans Peter Färber, Vorstandsvorsitzender des SV Bislich, wollte die aktuellen Vorgänge gestern auf NRZ-Anfrage nicht kommentieren.

 
 

EURE FAVORITEN