Repräsentative Baupläne

So könnte die Ecke Raiffeisenstraße/Blumenkamper Straße demnächst aussehen. Allerdings ohne Bürgersteig an der Raiffeisenstraße.
So könnte die Ecke Raiffeisenstraße/Blumenkamper Straße demnächst aussehen. Allerdings ohne Bürgersteig an der Raiffeisenstraße.
Foto: NRZ
An der Raiffeisenstraße sollen zwei Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. Jetzt zeigten die Architekten, wie genau die aussehen sollen.

Hamminkeln..  Es ist ein repräsentativer, ein wenig urban anmutender Bau, den Architekt Theo Büning jetzt dem Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung vorstellte. Und was die Politiker zu sehen bekamen, gefiel.

Optischer Kniff

Das Wohn- und Geschäftsgebäude soll an der Ecke Raiffeisenstraße und Blumenkamper Straße entstehen, wo ein markanter gläserner Zylinder den Eingangsbereich markiert. Zwar überragt das Haus die benachbarte Sparkasse um ein Geschoss, das Gebäude gegenüber gar um zwei.

Damit es sich dennoch harmonisch in das Straßenbild einfügt, hat der Hamminkelner Architekt einen optischen Kniff angewandt: Zur Raiffeisenstraße hin sind zwei Geschosse verklinkert, darüber liegen zwei zurückversetzte, hellere Staffelgeschosse.

Im Erdgeschoss soll Einzelhandel seinen Platz finden, darüber sind Büros und Arztpraxen geplant. In den beiden Staffelgeschossen schließlich sind sechs bis acht Wohnungen vorgesehen.

14,50 Meter hoch wird das Wohn- und Geschäftshaus im Eingangsbereich der City sein – das war bislang Diskussionsthema.

Der Architekt verteidigt die Höhe mit sachlichen Notwendigkeiten: „Einzelhandel setzt heute eine lichte Raumhöhe von 3,30 Meter voraus“, erläuterte Theo Büning. Dazu kommen 60 Zentimeter für die Technik. Auch Büros und Praxen benötigten eine gewisse Raumhöhe. An der Gebäudehöhe sei quasi nichts zu ändern. Angesichts des ansprechenden Gebäudes akzeptierten die Politiker das.

Hinter diesem Haus soll an der Raiffeisenstraße ein weiteres entstehen: Es kommt etwas schlichter daher, ist dreigeschossig plus Staffelgeschoss. Ins Erdgeschoss wird ein DM-Drogeriemarkt auf 700 Quadratmeter Verkaufsfläche einziehen, darüber gibt es 14 Wohneinheiten zwischen 69 und 92 Quadratmeter groß.

„Die Wohnungen sind barrierefrei mit bodengleichen Duschen und breiten Türen“, erläuterte Architekt Klaus Meier. Sie sind über einen Aufzug erreichbar, der bis in die Tiefgarage reicht. 61 oberirdische Parkplätze sollen gebaut werden, weitere 22 in der Tiefgarage für Bewohner und Mitarbeiter.

Prinzip Spielstraße

Es sind nicht die Gebäude, die den Politikern Sorgen bereiten. Ein Knackpunkt ist der Verkehr auf der Raiffeisenstraße: Sie soll von der Blumenkamper Straße bis zur Rathausstraße zur Mischverkehrsfläche werden.

Es ist das Prinzip Spielstraße, Autos sollen mit sieben Stundenkilometern fahren, Fußgänger gleichberechtigt sein. Einen Gehweg wird es nicht geben. Dass das funktionieren kann, bezweifelten einige.

„Geschäfte und Arztpraxen werden weiteren Verkehr anziehen“, argumentierte Silke Westerhoff (FDP). Auch, ob die Parkplätze ausreichen werden, schien ihr und anderen Ausschussmitgliedern zweifelhaft. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan soll jetzt in die Offenlage gehen.

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