Preise für engagierte junge Leute

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Wesel..  Der Herbst ist die Zeit der großen Preisverleihungen. Den Rotariern ging es am Wochenende nicht um Forscher oder Literaten, sondern darum, das wichtige gesellschaftliche Engagement junger Menschen zu würdigen und dazu zu ermuntern und ihnen zugleich eine Unterstützung zu geben. Vier Preisträger durften sich bei der 13. Preisverleihung am Sonntag im Bühnenhaus über je 1500 Euro freuen.

Mehrere Jugendliche nahmen den Preis für die Weseler Eine-Welt-Jugendgruppe in Empfang. Diese versucht einerseits, ein öffentliches Bewusstsein für die entwicklungspolitische Situation zu schaffen, und unterstützt zudem konkrete Projekte in El Salvador. Carla Ingenhorst erläuterte dies: „Wir sammeln Gelder für Stipendiaten und außerdem für unser Früchte-Projekt, bei dem Kinder an den Schulen vitaminreiche Nahrung erhalten sollen.“ Mit dem Preisgeld werden diese Aktivitäten unterstützt.

Kathrin Poetschki war Stufensprecherin am Andreas-Vesalius- Gymnasium und erhielt die Auszeichnung für ihr Wirken in der Messdienerschaft ihrer Gemeinde. Sie studiert mittlerweile das Fach Internationale Entwicklungsstudien in Holland und kann das Geld für die Finanzierung ihres Studiums gut gebrauchen.

Simon Winkelmann hat seine Gesellenprüfung als Anlagemechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik als Innungsbester abgeschlossen. Er arbeitet bei der Firma Schulten in Brünen. Das Preisgeld wird auch er zur Finanzierung seiner weiteren Ausbildung einsetzen.

Gleiches gilt für die ebenfalls ausgezeichnete Johanna Jaeschke aus Dinslaken. Sie war dort als Schülersprecherin tätig, hat ihr Abitur mit dem Notendurchschnitt 1,0 bestanden und war außerdem in der Messdienerschaft aktiv. Sie studiert Latein und Deutsch an der Ruhr- Universität in Bochum.

Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung vom Saxophon- Quartett der Weseler Musikschule, dessen Mitglieder durch ihr heiter beschwingtes Spiel zu überzeugen wussten.

Verrückt nach Düften

Den Festvortrag hielt Prof.Dr.Dr. Hanns Hatt von der Ruhr-Universität in Bochum. „Ich bin ein Verrückter in Sachen Düfte und Riechen“, begann er seinen kurzweiligen, anschaulichen Vortrag, der die Bedeutung der Forschung in diesem Bereich deutlich machte. „Düfte beeinflussen uns massiv, sowohl bei Kaufentscheidungen als auch bei der Frage der Sympathie oder Antipathie für oder gegen Menschen.“

Er betonte, dass dieser Forschungsbereich in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Dieses Beispiel kann zugleich als ein Ansporn auch für die jungen Preisträger genommen werden, sich für zur Zeit noch wenig erforschte Gebiete zu interessieren.

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