Obrighovico in Berlin ausgezeichnet

Obrighovico ist eine neue Rasse – von der Aufzucht bis zur Verarbeitung ist alles total regional. Die Fachpresse fand das preisverdächtig.
Obrighovico ist eine neue Rasse – von der Aufzucht bis zur Verarbeitung ist alles total regional. Die Fachpresse fand das preisverdächtig.
Foto: NRZ
Erfolg für das Weseler Landschwein: Das Projekt einer regionalen Schweinemarke wurde nun im Rahmen einer Gala auf der internationalen Grünen Woche in Berlin mit dem zweiten Preis „Regionalstar Innovation“ geehrt.

Wesel/Berlin..  Schweinezüchter Holger Vens aus Obrighoven hat mit seiner jungen Züchtung „Obrighovico“ und einem regionalen Vermarktungskonzept, in Zusammenarbeit mit Sven Komp, seinem Metzger Stefan Rottstegge und Monika Stallknecht vom Kreis Wesel ausgearbeitet, Erfolg.

„Obrighovico – Das Weseler Landschwein“ ist nun im Rahmen einer Gala auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit dem zweiten Preis „Regionalstar Innovation“ ausgezeichnet worden.

Regional und nachhaltig

Der Regionalstar wird jedes Jahr von der Fachzeitschrift Lebensmittelpraxis an wegweisende Konzepte aus dem Bereich Regionalität und Nachhaltigkeit vergeben.

Ziel der Zusammenarbeit, die im August 2015 begann, ist es, dass Holger Vens weiterhin in kleinen mengen Schweine züchten kann, für die er selbst das Futter zum größten Teil anbaut.

Obrighovico ist eine Kreuzung von Hausschwein und edlem Duroc-Schwein. Die Tiere bilden ein aromatisches und herkömmliches Fleisch, das sich von den Standard-Qualitäten deutlich unterschiedet.

Die Schweine wachsen länger heran und sind durch das hochwertige Futter gegen Krankheiten gestärkt. Das hat zur Folge, dass der Einsatz von Medikamenten auf ein Minimum reduziert werden kann. Weiteres Element des nun preisgekörnten Konzeptes: Die Schweine werden nur sechs Kilometer zur Schlachtstelle bewegt und sollen dort nach einer Nacht Verweildauer stressfrei geschlachtet werden. Das Fleisch wird zu 95 Prozent direkt vor Ort verwertet.

Die Komp-Supermärkte bekommen es exklusiv, haben sich im Gegenzug verpflichtet, deutlich mehr pro Kilogramm zu zahlen, damit Landwirt Vens eine Perspektive für sein Projekt hat.

Projekt für Rindfleisch

Das Konzept ist aufgegangen, die Qualität wird honoriert. „Die Kunden zahlen gerne den 50 bis 60 prozentigen Aufpreis zu herkömmlicher Ware“, sagt Komp.

Für dieses Jahr hat er sich die Einführung eines regionalen Rindfleischprogramms vorgenommen. Auch sie soll für Landwirte, Händler und Kunden ein Gewinn werden.

 

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