Neun schöne Aussichten auf den Auesee

Start der Seeumrundung auf dem Fahrrad: Dr. Rudolf Koß (Firma Hülskens), Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Ute Amberge von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Wesel und Jörg Hüting (Firma Hülskens) (von links).
Start der Seeumrundung auf dem Fahrrad: Dr. Rudolf Koß (Firma Hülskens), Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Ute Amberge von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Wesel und Jörg Hüting (Firma Hülskens) (von links).
Foto: Ulla Michels
Meist ist der Blick auf das Wasser durch Bäume und Büsche versperrt. Doch das soll sich im Winter ändern.

Wesel..  Wer den kleinen Weg von der Biologischen Station zum Auesee nimmt, bekommt am Ende einen phantastischen Ausblick auf das Wasser. Immer wieder bleiben die Menschen hier stehen, um zu schauen und zu genießen. Das ist längst nicht überall der Fall, denn meist blicken Spaziergänger, Jogger, Walker und Radfahrer vor eine grüne Wand. Das soll nun anders werden. Wo? Das haben Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Ute Amberge von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Wesel sowie Dr. Rudolf Koß und Jörg Hüting von der Firma Hüls­kens jetzt festgelegt. Eine Abstimmung muss aber noch folgen.

20 Meter breit

An neun Stellen soll demnächst die Säge kreisen, davon fünf neue Orte - der Rest sind Rückschnitte. Wir starten am Tauchereinstieg und fahren Richtung Westen. Eine Bank steht unweit des Ufers, das überhaupt nicht zu sehen ist. In einer Breite von etwa 20 Metern soll hier das Grün beseitigt werden. Ausnahme bleiben große Bäume. Direkten Zugang zum Wasser soll es nicht geben, Holz und anderer Grünschnitt bleiben als Barriere liegen. Denn es geht lediglich um Sichtachsen, wie es heißt. Dort, wo die erste Freischneideaktion einst war, damit Segler und Surfer mehr Wind abbekommen, muss nachgebessert werden.

In der langgezogenen Kurve, wo die Bio-Station ein Fledermaushotel aufgestellt hat, soll es so bleiben wie es ist. Auch, wenn hier an keiner Stelle der See durchschimmert. Kurz vor der Zufahrt zur Vogelinsel wird ein weiterer Freischnitt erfolgen genauso wie direkt vor der Aussichtsplattform, die urwaldmäßig zugewuchert ist. Und auch einige Meter weiter kann bald eine bessere Aussicht genossen werden. Allerdings müssen dann die Weidezäune, die in weiten Teilen nicht mehr intakt sind, wieder her.

Theoretisch können die Arbeiten im Oktober beginnen, auf jeden Fall sollen sie im bevorstehenden Winter stattfinden. „Wenn wir Hochwasser kriegen, geht das hier schneller“, sagt Dr. Rudolf Koß. „Denn dann können wir im Vorland nichts machen.“ Nach und nach sollen auch andere Baggerseen unter die Lupe genommen werden, kündigt die Bürgermeisterin an.

 
 

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