Nachbarschaftshilfe in Blumenkamp

Wesel.  Rund drei Monate ist es her, dass sich das „Netzwerk Blumenkamp“ gegründet hat, eine Plattform, die Ortsteilbewohner mit gleichen Interessen und Ideen zusammenbringen soll. Sie scheint erfolgreich, denn nun gibt es mit der daraus entstandenen „Nachbarschaftshilfe“ eine erste aktive Gruppe, die sich tatkräftig in ihrem Stadtteil einbringen will.

Eine klare Abgrenzung

Bisher sind es elf engagierte Blumenkamper, die Hilfestellungen im Alltag anbieten. Sie reichen von kleineren handwerklichen Tätigkeiten über Einkaufsbegleitung und Hilfe bei Behördengängen bis hin zur befristeten Pflege von Haustieren oder dem Herausstellen der Mülltonnen.

„Wir wissen noch nicht genau, was auf uns zukommt und müssen das Programm eventuell noch anpassen“, sagt Volker Burger. Die Idee dahinter ist klar: „Wir wollen schnell und kurzfristig helfen.“ Wer beispielsweise Hilfe beim Aufbauen eines Möbelstücks braucht oder zum Arzt begleitet werden muss, kann sich an die Nachbarschaftshilfe wenden. Jedoch gibt es auch eine klare Abgrenzung: „Wir wollen keine Sachen machen, die auch ein Unternehmer anbieten könnte. Wir machen nur das, was die Unternehmer nicht machen würden, weil es sich für sie nicht lohnt“, so Burger weiter. Und: „Können wir das Problem nicht lösen, sagen wir das auch.“ Dann würde die Nachbarschaftshilfe gegebenenfalls aber dabei helfen, den passenden Ansprechpartner zu finden.

Zudem geht es ganz explizit um Hilfe und nicht darum, den Hilfesuchenden die Arbeit abzunehmen. Burger gibt ein weiteres Beispiel, die Einkaufsbegleitung. Hier werden Menschen zum Einkaufen begleitet: „Das heißt, die Leute müssen mitkommen.“

Noch Mitstreiter gesucht

Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich telefonisch bei einem der Ansprechpartner melden (siehe Box). Die Nachbarschaftshilfe arbeitet dabei ehrenamtlich und kostenlos.

Die bisher elfköpfige Gruppe setzt sich ganz bunt zusammen, jeder kann seine Talente und Fähigkeiten einbringen. Männer, wie Frauen sind dabei, unter ihnen sind Ingenieure, Kaufleute und sogar eine ehemalige Sozialarbeiterin. Die meisten sind bereits im Ruhestand, so dass immer jemand erreichbar ist, aber es gibt auch Mitglieder, die sich neben dem Beruf in der Gruppe engagieren. Dennoch hoffen Burger und seine Mitstreiter, dass sich weitere Freiwillige finden.

 
 

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