Musikalischer Spaziergang durch die Nacht

Zur  Weseler Kulturnacht gab es auch die Nacht der Orgel im Willibrordi Dom. Foto: Gerd Hermann / WAZ FotoPool
Zur Weseler Kulturnacht gab es auch die Nacht der Orgel im Willibrordi Dom. Foto: Gerd Hermann / WAZ FotoPool
Foto: Gerd Hermann

Wesel. Unterschiedlichste Beiträge machten das Angebot zu einem wahren Vergnügen in der Kulturnacht. Egal ob Orgelmusik im Dom oder Chormusik in den Kirchen St. Martini und St. Mariä Himmelfahrt, die Musik begeisterte.

Sie feierte in diesem Jahr einen runden Geburtstag, die Weseler Kulturnacht. Bereits zum zehnten Mal erfreute die Kulturszene die Weseler mit zahlreichen Programmpunkten, insbesondere mit musikalischen Beiträgen und Konzerten.

Freunde und Anhänger von Volksliedern, ob als Zuhörer oder zum Mitsingen, kamen beim musikalischen Stadtspaziergang des Städtischen Musikvereins voll auf ihre Kosten. Der Chor um Dirigent Hans-Günther Bothe zog am späten Nachmittag durch die Fußgängerzone und verweilte an ausgewählten Stellen, um die Zuhörerinnen und Zuhörer mit ihrem Gesang zu begeistern. Ob am Kornmarkt, im Bahnhof oder vor der historischen Rathausfassade, überall versammelten sich schon nach den ersten Liedern viele Menschen, um zuzuhören. Für humorvolle Unterhaltung zwischen den Stücken sorgte Pantomime Ria van der Vliet.

Kein Platz mehr frei

Im Willibrordi-Dom fand die vierte lange Nacht der Orgel statt. Unter der Gesamtleitung von Ansgar Schlei gab es klassische Orgelmusik von Bach und Pachelbel und Bläsermusik bis um Mitternacht. Währenddessen konnten die Besucher den Turm ersteigen und einen Blick über das nächtliche Wesel werfen.

Ein wahrer Höhepunkt aus musikalischer Sicht war die Nacht der Chöre in den Kirchen St. Martini und St. Mariä Himmelfahrt. Nicht weniger als neun Chöre erfüllten die Kirchen mit einem ganz besonderen Klangerlebnis. Denn sowohl vor den Sitzreihen, als auch dahinter waren Musikerinnen und Musiker positioniert, so dass ihr Gesang die Besucher regelrecht umgab. Die Koordination der Konzerte oblag Barbara Hochgürtel und Willem Winschuh. Schon vor Beginn waren die Reihen in den Kirchen voll besetzen.

Das Ziel der Kulturnacht, vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, überall mal schauen, wurde auch in diesem erreicht. Das Leben in den Straßen der Innenstadt pulsierte regelrecht, und so entstand das Gefühl, ganz Wesel sei auf den Beinen.

 
 

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