Mit einer Extraportion Humor

Dieter Wischnewski
Dieter Wischnewski
Foto: FUNKE Foto Services
Dieter Wischnewski aus Mehrhoog hat mit „Pudel, Nerd und Nymphe“ seinen ersten eigenen Fantasyroman im ganz eigenen Stil veröffentlicht.

Hamminkeln..  „Eigentlich bin ich gar nicht so zynisch“, sagt Dieter Wischnewski über sich selbst. „Zumindest nicht im wahren Leben.“ Anders, wenn er ins Schreiben eintaucht, eine aufregende und phantastische Welt durch die Augen des lüsternen „Nerds“ Siggi entdeckt. Dann nämlich kann Dieter Wischnewski „den schwarzen Humor so richtig rauslassen“, wie der 27-Jährige aus Mehrhoog selbst sagt. Was dabei herauskommt und vor allem, was Siggi in seiner Welt so alles erlebt, das können Bücherfans in Wischnewskis erstem Roman nachlesen.

„Pudel, Nerd und Nymphe“ heißt das Erstlingswerk des Volkswirtschaftsstudenten, der mittlerweile in Essen lebt, seine Familie in Mehrhoog aber regelmäßig besucht. Ein Buch mit viel Humor, aber auch mit Elementen und Figuren aus der griechischen Mythologie und der Nibelungen-Saga. Das Ganze paart Wischnewski mit Dämonen, Nachtwesen, Heavy Metal und einem Pudel – fertig ist eine ganz eigene Fantasy-Geschichte. Leicht verständlich und auch für Fantasy-Neulinge amüsant.

Schätze aus dem Olymp

„Pudel, Nerd und Nymphe“ erzählt die Geschichte von Siggi, der zur Wintersonnenwende in einem kleinen Dorf am Rhein im Schnee festsitzt und von seinem Vater – Poseidon – einen ganz besonderen Auftrag erhält. Denn Poseidon sind ein paar Schätze aus dem Olymp abhanden gekommen. Siggi soll sie ausfindig machen und wieder beschaffen; mit der Unterstützung seines Onkels Hades, der in der Gestalt eines Pudels gefangen ist.

Mit einigen der Themen, die er in seinem Roman aufgreift, habe er sich schon lange befasst, sagt Dieter Wischnewski. Als sein Studium es dann zuließ, habe er damit begonnen, die verschiedenen Aspekte zu einer runden Geschichte zusammenzufassen. „Eigentlich habe ich einfach mal angefangen, zu schreiben“, erinnert sich der Autor. Vieles sei dann im Entstehungsprozess hinzugekommen, insgesamt arbeitete Dieter Wischnewski rund drei Jahre an dem Buch.

Den fertigen Roman dann in den Händen zu halten, sei „total surreal“ gewesen, erinnert sich der 27-Jährige. „Ich habe ein paar Wochen gebraucht, um zu realisieren, dass das mein erstes eigenes Buch ist.“ Seit Ende des vergangenen Jahres ist Wischnewski in verschiedenen Städten unterwegs und stellt sein Buch vor, auch bei der Awo in Ringenberg war er damit bereits zu Gast. Auf seiner Homepage www.dieterwischnewski.de bloggt er außerdem Texte über Politik und das Weltgeschehen, aber auch über Kobolde. Mit diesen Texten ist der Mehrhooger regelmäßig auf Poetry Slam-Bühnen unterwegs. Und die Kobolde stehen auch im Mittelpunkt seines zweiten Werkes, einer Kurzgeschichten-Sammlung. An der Fortsetzung von „Pudel, Nerd und Nymphe“ arbeitet der Student ebenfalls. Nach seinem Studium würde er gern in der Forschung und Lehre arbeiten, zudem auch weiter schreiben.

Bei „Wesel liest“ mit dabei

Bevor er nach Essen zog, arbeitete Dieter Wischnewski bei den Jusos und der SPD Mehrhoog mit. Sein politisches Engagement hat er nicht an den Nagel gehängt. „Ich bin halt derzeit nur nicht in Hamminkeln aktiv“, sagt er.

Für die kommenden Monate hat der Nachwuchsautor einen vollen Terminplan, der sich eigenen Angaben zufolge aber gut mit dem fast abgeschlossenen Studium vereinbaren lässt. Im Herbst ist er etwa bei „Wesel liest“ mit dabei.

 
 

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