Mit dem Esel auf Du und Du

Minister Michael Groschek beim Besuch im Zitadellenviertel.
Minister Michael Groschek beim Besuch im Zitadellenviertel.
Foto: WAZ FotoPool
Noch fünf Tage, dann gibt es einen neuen Esel von Wesel: NRW-Städtebauminister Michael Groschek. Er bringt Tänzer und Musikanten mit.

Wesel..  Noch ist der künftige Esel von Wesel, Eselordenträger der Session 2014/15, etwas verschnupft. Genauso wie die Präsidentin des Närrischen Parlaments Ulla Hornemann (SPD) und Herold Frank Schulten (CDU). Doch bis Karnevalssonntag, wenn die feierliche Verleihung des Traditionsordens in der Niederrheinhalle erfolgt, dürfte sich das närrische Trio hoffentlich wieder ein wenig erholt haben, um gemeinsam so richtig auf die Pauke zu hauen.

Zweite Heimat

Michael Groschek (SPD), seines Zeichens Minister mit dem Endlostitel „für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen“, scheint Wesel als seine zweite Heimat auserkoren zu haben. Schon oft war er in der Stadt an Rhein und Lippe, wenn auch meist von Amts wegen. Zum Beispiel im Zitadellenviertel, wo der Bauverein Wesel sein Vorzeigeprojekt präsentierte, oder bei der Einweihung der neuen Fußgängerzone mit dem Hanseband. Und auch gestern machte der 58-Jährige wieder eine Stippvisite im gastlichen Wesel: Er kam zur Schlüsselübergabe ins Preußen-Museum (siehe Lokalseite 1).

Am kommenden Sonntag bringt er diesmal keinen Zuschuss für ein noch schöneres Wesel mit, sondern die Tanzgarde der Großen Osterfelder Karnevalsgesellschaft 1906 sowie die Band „Lions Three“ der KG Styrumer Löwen.

Los geht’s wie immer mit dem Einmarsch des Närrischen Parlaments. Es folgen unter anderem Auftritte der Tanzgarde der Kolpingfamilie und der Tanzwiesel, und Tilly Eben ist mit ihrer Playbackshow ebenfalls dabei. Das Ganze wird in altbewährter Form von Peter Roelvinck moderiert.

Angela Merkel und Heino

„Man muss schon ganz schön jeck sein, um so etwas überhaupt auf die Beine zu stellen“, findet Ulla Hornemann, um gleich noch einen draufzusetzen. Denn diesmal werden sogar Heino und Roberto Blanco sowie Angela Merkel und Franz Beckenbauer der Eselordenverleihung einen Besuch abstatten. Nun gut, Bauchredner Mario Reimer leiht den Sängern seine Stimme während Stimmakrobat Jörg Hammerschmidt Deutschlands „Mutti“ und den immer konzilianten Fußballgott mimt. „Ich hoffe, dass wir beim Publikum damit ankommen“, sagt die Parlamentspräsidentin, denn: „Wir haben keine Büttenreden mit derben Zoten, sondern etwas feineren Humor“. Wenn dann am Ende der Zeremonie das Weseler Echolied erklingt und Minister Michael Groschek, den die meisten nur Mike nennen, wieder vom Weseler Esel heruntergestiegen ist, dann dürfte das jecke Herz zufrieden sein. Genauso wie Ulla Hornemann, die beim Richtfest der Neutorgalerie in Dinslaken „plötzlich diesen Geistesblitz hatte“, wie sie selbst sagt. Dort traf sie nämlich ganz zufällig Mike, den Minister, den sie schon seit 30 Jahren kennt und der mit seiner Zusage, den Karnevalssonntag in Wesel zu verbringen, nicht lange zögerte. Als Esel folgt er der Kabarettistin Lioba Albus.

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