Luna fliegt auf fliegende Scheiben

Das hat schon was Artistisches: Iris mit Hund Suki.Foto:Heinz Kunkel
Das hat schon was Artistisches: Iris mit Hund Suki.Foto:Heinz Kunkel
Foto: WAZ FotoPool
Erstmals wurden in Loikum die Frisbee-Künste von Mensch und Hund demonstriert. Spiele für das Team Mensch und Tier erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Hamminkeln.  Luna rennt durch den feinen Sand einer rosafarbenen fliegenden Untertasse hinterher. Die kleine Hündin fängt die schwebende Scheibe aus der Luft, es wird applaudiert. Luna war die erste Artistin des Fearless Frisbee Cups, der am Sonntag in Loikum eine Premiere erlebte.

Immer mehr Hundebesitzer lassen sich immer mehr Spiele zwischen Mensch und Tier einfallen. Frisbee macht beiden Spaß. Was ursprünglich in Fernseh-Shows verblüffte, eroberte nun eine breitere Szene, in diesem Falle die Reithalle der Reitschule Tepasse. Dort trafen sich begeisterte Dog-Frisbee-Spieler und ihre tierischen Freunde.

Iris Franken und Claudia Hussong riefen das dort durchgeführte Turnier ins Leben. Fünf Monate dauerten die Vorbereitungen. „Die meisten Turniere sind sehr weit weg: Amerika, Holland, Polen. Wir wollten ein Turnier in der Nähe schaffen“ sagte Claudia Hussong, die mit ihrer „Fiffi Company“ bereits Erfahrungen im Bereich der Organisation von Seminaren und Events rund um den Hund hat. Iris Franken, Teilnehmerin und Inhaberin der mobilen Hundeschule „Hund aufs Herz“ in Waltrop sagt überzeugt: „Jeder Hund kann Dog-Frisbee erlernen. Er muss nur gesund sein und Spaß daran haben.“

Beim Dog-Frisbee tritt man im zwei Disziplinen an: Freestyle und Mini Distance. Beim Freestyle führt das Team aus Vierbeiner und Mensch in zwei Minuten mit bis zu zehn Frisbee-Scheiben teils sehr eindrucksvolle Kunststücke vor. Mini Distance wird mit nur einer Scheibe gespielt die der menschlichen Werfer weit weg wirft und der Hund auffängt. Je nach Entfernung gibt es Punkte für den Wurf. Die verwendeten Scheiben haben einen hohen Gummianteil, da einfache Hartplastik-Frisbees den Hund verletzen können.

Wie bei jedem Turnier entscheiden schließlich die Punktrichter über die Leistung. Sie seien stolz darauf, die zur Zeit besten Punktrichter der Dog-Frisbee-Szene für ihr Turnier gewonnen zu haben, so die Veranstalterinnen. Die aus Karlsruhe angereiste Sandra Mohr nahm mit ihren beiden Border Collies ebenfalls am Turnier teil. „Der Spaß ist das Wichtigste für uns. Dogfrisbee ist ein super Sport um die Mensch-Hund-Beziehung weiter auszubauen“, sagte sie. „Die meisten Hunde brauchen zwischen drei Monaten und einem Jahr bis sie die Kunststücke verinnerlicht haben“ ergänzte Iris Franken.

Im nächsten Jahr soll es in der Reithalle eine Neuauflage geben. „Mit dem Veranstaltungsort sind wir sehr zufrieden und würden gerne wieder kommen“, sagte Claudia Hussong.

 
 

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