Lackhausen wächst weiter

Zahlreiche neue Häuser sind in den zurückliegenden Jahren in Lackhausen gebaut worden.
Zahlreiche neue Häuser sind in den zurückliegenden Jahren in Lackhausen gebaut worden.
Foto: WAZ FotoPool
Lackhausen ist beliebt. Das zeigen die vielen neuen Häuser, die hier in den vergangenen Jahren nach und nach gebaut wurden. Seit es mit Edeka Komp auch einen großen Supermarkt gibt, scheint das Interesse an Grundstücken noch weiter angestiegen zu sein.

Wesel..  Lackhausen ist beliebt. Das zeigen die vielen neuen Häuser, die hier in den vergangenen Jahren nach und nach gebaut wurden. Seit es mit Edeka Komp auch einen großen Supermarkt gibt, scheint das Interesse an Grundstücken noch weiter angestiegen zu sein. Das bestätigt Ingrid Giesen, die im Rathaus für das Grundstücksmanagement zuständig ist.

Mittlerweile gibt es eine Interessentenliste von Bauwilligen, die sich bevorzugt in Lackhausen niederlassen möchten, wo bereits knapp 3200 Menschen ihr Zuhause haben. Deshalb hat die Stadt kürzlich weitere Grundstückskäufe auf den Weg gebracht, um zwischen der Konrad-Duden-Straße mit dem ehemaligen Niag-Bushof und der beginnenden Bebauung Richtung „Am Schwan“ ein zusammenhängendes Gelände vermarkten zu können.

Mindestens 80 Wohneinheiten

„Am Schwan - Nord“, heißt der zugehörige Bebauungsplan, der noch in der Entwurfphase steckt. Die Planer sind dabei, dem neuen Baugebiet ein Gesicht zu geben. Es könnten 80 Einheiten hin, schätzt Michael Klessa, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Sollten es ausschließlich Doppelhäuser werden, sogar mehr. Zwei Etagen plus Dach, vielleicht sogar drei Etagen könne er sich hier vorstellen - so, wie es in Lackhausen an vielen Stellen der Fall ist.

Über drei Zugänge soll das insgesamt etwa 44 000 Quadratmeter große Areal erschlossen werden. Zum einen in Höhe des einstigen Niag-Busdepots, zum anderen am Hohen Weg sowie „Am Schwan“. Abfließen könnte der Verkehr dann sowohl Richtung Julius-Leber-Straße als auch in Richtung Molkereiweg. Entlang der Emmericher Straße müssten Lärmschutzwände errichtet werden. Schließlich wird sie demnächst irgendwann zur Bundesstraße, nämlich dann, wenn der Verkehr über die Südumgehung Fusternberg rollt. Ein Bauernhof muss für das neue Wohngebiet weichen. Ansonsten befinden sich auf den Grundstücken momentan Äcker und Wiesen.

„Lackhausen ist sehr gefragt“, sagt Klessa. Auch durch den Nahversorger. Das mache eine Menge aus. Zudem sei man auch relativ schnell in der Stadt. Die Verbindung über den Holzweg, der eine Fahrradstraße ist, macht’s möglich. 180 Euro soll der Quadratmeter Grund hier mal kosten, inklusive Erschließung. So sehe es die Bodenrichtwertkarte vor. Geht alles glatt, könnten schon im kommenden Jahr die Bagger anrollen. Doch noch muss mit der Landesplanungsbehörde manches abgeklärt werden.

Weitere Möglichkeiten

Gar nicht so weit entfernt entsteht ein weiteres Baugebiet: am Hessen-und am Holzweg, unmittelbar zwischen den beiden Bahnlinien. Hier soll auch ein Kindergarten für die Altana-Beschäftigten gebaut werden, weiß Klessa. 2015/16 könnte es soweit sein.

Auf Eis gelegt sind derweil die Pläne an der Reeser Landstraße in Flüren. „Der Bedarf hier ist nicht so drängend, so dass die Fläche in der Rangliste nicht ganz vorne steht“, erläutert der Fachmann aus dem Rathaus. Wie es hier einmal weitergehe, sei auch abhängig von der Entwicklung in Lackhausen und am Hessenweg.

 
 

EURE FAVORITEN