Kunst unter freiem Himmel

Foto: Heiko Kempken

Hamminkeln.. Im Skulpturenpark findet das 10. Hamminkelner Symposion von Peter Krüger statt. 14 Tage lang ist das Zuschauen erwünscht.

Nein, ein Thema gibt’s für das 10. Hamminkelner Symposion im Skulpturenpark bei Steinbildhauer Peter Krüger nicht. „Damit würden wir unsere künstlerische Arbeit viel zu sehr einschränken“, fürchtet der Hausherr und Kollege Klaus Reimer gibt ihm Recht. Und so können die eingeladenen Teilnehmer aus Deutschland und Österreich vom 14. bis 28. Juli ihrer Phantasie freien Lauf lassen und sich mit Stein beschäftigen.

Als Materialien stehen den Künstlern Sandstein, Marmor (für die Fortgeschrittenen) und Granit (für die Steinmetze) auf dem Gelände am Westfeldweg 5 mit Skulpturenpark, Tempelruine und Amphitheater zur Verfügung. Für Bernd Roßmöller hat Peter Krüger sogar extra Speckstein geordert, doch dem Bocholter ist die bestellte Menge viel zu wenig, erzählt der Hamminkelner. „Dann muss er sich eben selbst drum kümmern“, flachst der Gastgeber, der sich schon jetzt auf die unterschiedlichen Teilnehmer freut. Dass Guido Schneidermann-Abdelhak, Ute Asselborn, Katja Seeger, Aaron Daellert, Bärbel Ewert, Anita Kühn, die beiden Österreicherinnen Sigrid Baron und Heidi Tschank und seine beiden Töchter Stefanie und Martina sich beteiligen, weiß er bereits. „In diesem Jahr können die Portugiesen nicht kommen. Denen geht es als Künstler noch schlechter als uns und sie können sich die Reise einfach nicht leisten“, bedauert er.

Finissage zum Geburtstag

Keinen weiten Anfahrtsweg haben Steinbildhauer Klaus Reimer, Norbert Lackmann und Lothar Lubawski dagegen nicht. Reimer kommt aus Hünxe, Lackmann und Lubawski, beide eigentlich der Malerei verbunden, reisen aus Mehrhoog an, um Skulpturen zu schaffen. Allen gemeinsam ist die Freunde an der Arbeit mit Stein, die 14 Tage lang unter freiem Himmel stattfinden soll. „Wenn’s regnet, bauen wir Zelte auf“, geben sich die Künstler ganz pragmatisch. Wie die Kunstwerke entstehen, dürfen sich übrigens alle Interessieren anschauen. „Wir hoffen sehr darauf, dass viele zuschauen.“ Darüber hinaus haben die Besucher die Gelegenheit, sich die großformatigen Werke von Werner Benkhoff im Atelier von Peter Krüger anzuschauen. Der Düsseldorfer Künstler führt durch die Ausstellung und erläutert die geschichtlichen Bezüge zu seinen Bildern.

Der Skulpturenpark ist am Donnerstag, 28. Juli, ab 17 Uhr, schließlich auch der Schauplatz des Abschlussfestes, bei dem jeder Künstler eines seiner Werke für die Tombola zur Verfügung stellt. Und weil Peter Krüger an diesem Tag seinen 70. Geburtstag feiert, ist der Eintritt zur Finissage kostenlos. Im Amphitheater spielt abends die Jazzband „Blue Karma“ aus Krefeld. Mit Jazzsängerin Karin Mast ist Krüger als ehemaliger Bassist schon in den 70er Jahren in Düsseldorfer Kneipen aufgetreten.

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