Kultur in Büderich – das kommt an

Foto: Gerd Hermann

Wesel..  Klangvolle Stimmen, fetzige Rhythmen und Stimmung pur? Mit einem grandiosen Auftakt startete am Sonntag die Kleinkunst-Reihe „Kleinod“ nach anderthalbjähriger Pause erneut in der evangelischen Kirchengemeinde Büderich. Als Garant für gute Stimmung hatte Gemeindemitglied Erwin Kohl, der Kleinod durch sein ehrenamtliches Engagement wieder beleben möchte, den Gospel-Chor „Confidence“ aus Menzelen-Ost gebucht.

Begeistertes Publikum

Das Publikum, das nicht nur aus Büderichern bestand, sondern auch aus Wesel und Rheinberg, teils sogar aus dem Ruhrgebiet in das kleine Dorf gefunden hatte, zeigte sich begeistert. Die rund 160 Menschen klatschten mit, tanzten zwischen den Kirchenbänken und feierten Confidence mit stehenden Ovationen und Jubelrufen. Der Chor aus Menzelen hatte ihnen ein umfangreiches Programm geboten: Ruhig, fast besinnlich wurde es bei Balladen, wie „In your arms“ oder „A thousand times“, richtig lebhaft hingegen kam der Titel „Free Will“ daher, dessen schmissige Melodie die Sänger mit einer Choreographie aus Klatschen, Hüpfen und Tanzen unterstützten.

Confidence ist nicht nur der Name des Chors, sondern auch das englische Wort für Zuversicht. Und zuversichtlich blickt Erwin Kohl nun auch in die Zukunft der Kleinod-Reihe. „Ich bin restlos begeistert“, freut er sich nach der Auftaktveranstaltung und ist besonders über die Unterstützung der Gemeinde glücklich: „Mit dem Gewinn ist die nächste Veranstaltung gesichert.“

Ob dies klappen würde, war zuvor völlig unklar gewesen. „Ich konnte gar nicht abschätzen, wie viele Leute kommen würden, ob wir vor zehn oder 100 spielen“, beschreibt er die ungewisse Ausgangssituation.

Hinzu kommt, dass er keinen Eintritt genommen hatte, lediglich um Spenden gebeten: „Mir war es wichtig, der Gemeinde rüber zu bringen, dass sie auch helfen muss“, so Kohl weiter.

Finanziert durch die Spenden bei der Auftaktveranstaltung soll es im Sommer „Kleinod-Mini“, eine Veranstaltung für Kindergarten- und Grundschulkinder, geben. „Kinder sollten möglichst nichts bezahlen müssen, aber trotzdem in das kulturelle Leben in der Gemeinde eingebunden werden“, findet Kohl.

Auch für das erwachsene Publikum sind weitere kulturelle Highlights geplant: „Ich möchte jedes Jahr drei Veranstaltungen anbieten“, erklärt er sein Konzept. Das bedeutet neben Kleinod-Mini noch zwei in diesem Jahr. „Vielleicht eine Kunstausstellung oder einen Filmabend. Für Kleinod bieten sich kulturelle Veranstaltungen aller Art an. Kabarett, Kleinkunst, aber es sollte im Kontext der Kirchengemeinde stehen.“

 

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