Kuchen-Stopp auf kleinen Rollen

600 Teilnehmer machten auf ihrem Weg nach Dorsten Halt im Café Lehmoase in Schermbeck. Foto: André Elschenbroich
600 Teilnehmer machten auf ihrem Weg nach Dorsten Halt im Café Lehmoase in Schermbeck. Foto: André Elschenbroich
Foto: WAZ FotoPool

Schermbeck.. Schwungvoll rollten die beiden Polizeimotorräder voran. Der Vorwegtrupp hatte schon ganze Arbeit geleistet, und plötzlich herrschte am „LehmOase Naturcafé“ an der alten Ziegelei Menting Hochbetrieb. Rund 600 Inlineskater machten dort am Samstagnachmittag einen Zwischenstopp für Kaffee und Kuchen.

Die zweite NRW-Inlinetour führte Organisatoren, Sportler und Beamte danach direkt durch Schermbeck und von dort zum Ziel der Tagesetappe, ins Dorstener Freizeitbad Atlantis. „Darauf freuen wir uns alle“, versicherte Claus Vogel, Pressesprecher der beiden Veranstalter, der Skateschule NRW und der „Rollnacht Düsseldorf“.

„Das Wetter ist ideal“, meinte der passionierte Inline-Fahrer. Gerechter Lohn für die lange und intensive Vorarbeit. „Im November standen die teilnehmenden Städte fest. Jeder Meter der Strecke ist geprüft“ , so Vogel. Schotterstücke können die Fahrer nämlich gar nicht gebrauchen. Daher kaum erstaunlich, dass im Oktober die Planung für die dritte Tour 2012 beginnt.

„Es kommt jeder an sein Stück Kuchen“, bremste der Moderator die Gäste vor dem Café. Die Pächterinnen Inga Kusica und Ina Lessner boten 20 Helfer aus Freundes- und Familienkreis auf, um Hunderte Gäste zu bedienen, die aber alle artig Schlange standen. Sechs Theken besetzte das Team. Donnerstag startete der Aufbau und am Samstag legten alle morgens besonders früh los.

Hat’s geschmeckt? Die gefragten Inliner waren sich einig und sagten Ja, zum Beispiel zu selbst gebackenen Kuchen und kühler Blütenlimonade.

Rund 80 Mitarbeiter brachten die Veranstalter mit, um die Tour sicher ablaufen zu lassen; 50 Ordner und 30 weitere für Auf- und Abbau (auch des Standes mit Wasser) an den jeweiligen Pausenstationen.

Besonders spurtstark mussten jene „handverlesenen“ Begleiter sein, die beim Streckensperren voraus zu eilen hatten. Ein Reisebus transportierte die wenigen, die ihre Kräfte überschätzten. Die Sanitäter blieben aber arbeitslos. Zu den 430 Dauerläufern, die komplett von Düsseldorf bis Münster fuhren und das ganze Angebot bezahlten, kamen weitere 150 Tagesgäste, die sich morgens anschlossen. Vogel: „Sie werden abends alle wieder mit dem Bus nach Kalkar gebracht.“ Ebenfalls von Anfang bis Ende dabei: Die zwölf sichernden und begleitenden Polizisten des Verkehrsdienstes aus Düsseldorf.

Feier im
Freibad

Einsatzleiter Ludger Walther schnallte sich selbst die Inliner unter und rollte am Samstag zwei Etappen mit. „Bisher hat alles bestens funktioniert“, stellte Walther nach fast zwei Dritteln der Tour fest. Auch mit anderen Verkehrsteilnehmern hatten er und seine Leute keine Probleme. Im Gegensatz zu den Teilnehmern fuhren die Uniformierten abends nach Hause. Und: Lotsen der einzelnen Polizeidienststellen übernahmen im Wechsel die Führung des Trosses. Bis zu drei Minuten benötigte dieser, um komplett an einer Sperrung durchzurauschen.

Am Dorstener Atlantis angekommen, hatten die Sportler mit 89 Kilometern die längste der drei Etappen (zusammen 260) geschafft. Die steilste stand ihnen gestern noch bevor. Aber auch dort galt: Eile mit Weile. Claus Vogel über die privat organisierte Wochenend-Aktion: „Das ist eine reine Spaßveranstaltung.“

 
 

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