Kreativität im Künstlerdorf

Die Künstler arbeiten an ihrer Skulpturen. Am 28. Juli 2011 wird die Finissage bei Peter und Iris Krüger in Hamminkeln stattfinden. v.l. Peter Krüger, Guido Schneidermann-Abdelhak, Barbara Evers, Klaus Reimer und Heidi Tschank. Foto: Markus Joosten
Die Künstler arbeiten an ihrer Skulpturen. Am 28. Juli 2011 wird die Finissage bei Peter und Iris Krüger in Hamminkeln stattfinden. v.l. Peter Krüger, Guido Schneidermann-Abdelhak, Barbara Evers, Klaus Reimer und Heidi Tschank. Foto: Markus Joosten
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Hamminkeln.. Live zuschauen, wenn Kunst entsteht - das können Besucher dieser Tage beim Hamminkelner Symposion im Skulpturenpark von Steinbildhauer Peter Krüger.

„Aktuell sind rund ein Dutzend Künstler vor Ort. Sie haben bereits viele tolle Werke erschaffen“, zieht Initiator Krüger eine erste Bilanz. „Sie sind völlig frei in ihrem Schaffen. Alles dreht sich um Bildhauerei und Malerei. Der Kreativität der Künstler sind dabei absolut keine Grenzen gesetzt.“

Tatsächlich: Allerorts wird in dem „Künstlerdorf“ auf dem ein Hektar großen, weitläufigen Areal gehämmert, gefeilt und geschliffen. Gearbeitet wird stets an der frischen Luft. Vereinzelte Zelte bieten Schutz vor Regengüssen.

Heidi Tschank ist eigens für das Symposion, das in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet, mit dem Flugzeug aus Wien angereist. Wie die meisten der anwesenden Künstler ist sie nicht zum ersten Mal dabei. Wer einmal mitgemacht hat, kommt immer wieder nach Hamminkeln.

Während Heidi Tschank mit Hammer und Meißel eine Marmorskulptur bearbeitet, spricht sie über ihr Schaffen: „Ich beschäftige mich in meinen Werken mit dem Thema Endlosigkeit und dem Kreislauf des Lebens.“

Wer erleben möchte, wie sie diese Motive in ihren Werken zum Ausdruck bringt, hat dazu am Westfeldweg, Hausnummer 5, noch bis einschließlich Donnerstag, 28. Juli, Gelegenheit. Denn dann steigt das Finale: Bildhauer Peter Krüger wird an diesem Tag 70 Jahre alt. Und das möchte er ab 17 Uhr feiern. „Dazu lade ich alle Kunstinteressierten herzlich ein“, so Krüger, der bis zu 100 Gäste erwartet.

Neben Ausstellung, Live-Musik der Krefelder Jazz-Band „Blue Karma“ und der Gelegenheit, mit den Symposions-Teilnehmern ins Gespräch zu kommen, wird es eine Tombola geben, bei der Besucher einige der Kunstwerke gewinnen können, die während des vierzehntägigen Symposions entstanden sind.

Doch bis zur finalen Finissage haben die Künstler noch einige Arbeit zu erledigen. Klaus Reimer, Bildhauer aus Drevenack, möchte noch zwei Skulpturen fertig­stellen. Warum er an dem Symposion teilnimmt? „Es ist die Atmosphäre. Jeder bringt eigene Ideen ein, man lernt voneinander, kann Werkzeuge austauschen und fachsimpeln.“

Das kann, wie eingangs erwähnt, übrigens jedermann. Dabei sein, wenn Kunst entsteht. Das ist hier nämlich ausdrücklich erwünscht.

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