Konstante Takte, kein Umsteigen

Die Züge des Typs „Flirt“ haben sieben Eingänge je Seite und können 15 Fahrräder mitnehmen.
Die Züge des Typs „Flirt“ haben sieben Eingänge je Seite und können 15 Fahrräder mitnehmen.
Foto: WP Hohenlimburg
Bahnbetreiber Abellio übernimmt Ende 2016 die Strecken von RB35, RB33 und RB32. Das niederländische Unternehmen verspricht mehr Service und Pünktlichkeit

Kreis Wesel..  Für Bahnkunden könnten das gute Perspektiven sein: Von Dezember 2016 an bedient Abellio Rail NRW, ein Ableger der niederländischen Abellio, die Strecken Düsseldorf - Arnheim (RB 35), Mönchengladbach-Wesel (RB33) und übernimmt auch die Strecke des Bocholters, Wesel-Bocholt (RB32). Marco Roos, Projektleiter Mobilisierung, stellte jetzt dem Wirtschaftsförderungsausschuss vor, was Abellio vor hat.

Direktverbindung

In NRW ist der Bahnbetreiber bereits aktiv: Seine Züge bedienen die Strecke Siegen- Hagen- Essen, Bochum- Gelsenkirchen, Bochum-Iserlohn und Wuppertal-Remscheid-Solingen. Für den Niederrhein soll die Bahn von Düsseldorf nach Wesel mit zwei Fahrzeugen starten, in Wesel „geflügelt“, also getrennt werden, um dann mit je einem Fahrzeug nach Bocholt, beziehungsweise Arnheim zu fahren. Wer in Bocholt einsteigt, hat daher eine direkte Verbindung nach Düsseldorf und umgekehrt – ein Fortschritt.

Bis Ende 2018 fahren die Züge des Typs Abellio Flirt 3 die Bocholt-Strecke noch mit Diesellokomotive. Dann soll die Bahn die Strecke elektrifiziert haben, so der Plan.

Auch das Fahrplankonzept der Niederländer klingt nach Fortschritt, so es ihnen gelingt, es umzusetzen. Am Beispiel RE5 erläuterte Marco Roos den Plan. Heute fährt die Bahn zu bestimmten Zeiten an einigen Stopps vorbei. Der Fahrplan ist nicht täglich identisch, sondern an Wochenenden und Feiertagen gibt es Änderungen.

Abellio verspricht, an sieben Tagen die Woche im Stundentakt jede Haltestelle anzufahren, 365 Tage im Jahr. 21 Fahrzeuge der dritten „Flirt“-Generation sind für die Niederrhein-Strecken geordert. Die Fahrzeuge sind im Inneren barrierearm, es gibt zwei Toiletten, eine davon behindertengerecht. 15 Fahrräder haben in einem Zug Platz.

Vor allem die Arnheim-Strecke hat Abellio vor Herausforderungen gestellt: drei unterschiedliche Stromsysteme gibt es unterwegs, die Züge sind so genannte „Mehrsystemfahrzeuge“. Pünktlichkeit sollen die Abellio-Bahnen durch ausreichende Puffer erreichen, außerdem sind die Strecken nicht so lang. Ein Unsicherheitsfaktor aber sind und bleiben die Bauarbeiten am dritten Gleis.

 
 

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