„Komplettpaket“ gegen Hundedreck

Foto: Markus Weißenfels / WAZ FotoPool
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Wesel.  Neu ist das Thema nicht, aber vielen stinkt es noch immer gewaltig: Hundekot auf Gehwegen, in der Fußgängerzone oder an anderen Stellen, an denen die Haufen schnell zu „Tretminen“ werden.

Auch die SPD beschäftigt sich nach wie vor mit diesem Thema, denn es sei nicht genug, was bisher geschehen sei, finden Peter Tebbe und Wilhelm Bußmann. Die Ratsmitglieder haben sich in einem Schreiben an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp gewandt.

Schon im April 2009 hatte die SPD einen Antrag in Sachen Hundekotbeseitigung gestellt, „mit dem Ergebnis, dass bei verschiedenen Händlern kostenfrei Tüten ausgegeben werden“, heißt es in dem Schreiben. Um die Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht beseitigen, zum Umdenken zu bewegen, müsse aber mehr geschehen, findet die SPD.

Tebbe und Bußmann schlagen vor, Tüten für Hundekot nicht in Geschäften zu verteilen, sondern komplette Stationen aufzustellen, an denen Hundehalter sowohl die Tüten ziehen als auch gefüllt wieder loswerden können. „Das funktioniert in anderen Städten auch“, hat Bußmann beobachtet. Er hofft, dass sich die Wege, die Herrchen und Frauchen mit ihren Hunden gehen, dann mit der Zeit den Standorten der Stationen anpassen. „Eine am Bahnhof, am Berliner Tor und am Leyensplatz wäre ein Anfang. Wir sollten es versuchen“, findet Peter Tebbe. Er hofft, dass der neue Arbeitskreis, der sich mit dem Thema Hundekot befassen soll, solche Stationen als Möglichkeit ins Auge fasst. Rund 2000 Euro koste eine Station, hat Tebbe recherchiert. Diese könnten zur Finanzierung mit Werbung ortsansässiger Betriebe versehen werden, schlägt Wilhelm Bußmann vor.

Um die Stadt frei von Hundekot zu halten, sei aber ein „Komplettpaket“ notwendig, ist Wilhelm Bußmann überzeugt. Ein wichtiger Aspekt dieses Pakets sei die Stadtwacht, betont der Ratsherr. „Man sieht sie kaum“, bemängelt Tebbe. Genau das sei aber nötig, und zwar gezielt zu „Gassi-Zeiten“. „Ordnungswidrigkeiten müssen klar verfolgt werden.“ Es seien natürlich nur wenige Hundehalter, die sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere kümmern. „Aber eine saubere Stadt müssen doch auch die wollen“, sagt Bußmann.

 
 

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