In ruhiger Lage, aber ortsnah

Ein Parkplatz nur für Reisemobilie: Am Flugplatz in Wesel können die Touristen ihre großen Fahrzeuge schon bequem abstellen.
Ein Parkplatz nur für Reisemobilie: Am Flugplatz in Wesel können die Touristen ihre großen Fahrzeuge schon bequem abstellen.
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool

Schermbeck. Die Gemeinde Schermbeck plant nun einen Stellplatz für Reisemobile. Am Hallenbad sieht die Verwaltung Möglichkeiten.

Hans-Rudolf Bader ist eingefleischter Reisemobilist. Auch beruflich kümmert er sich um die Anliegen derjenigen, die ihre Küche und ihren Schlafplatz stets auf vier Rädern dabei haben. In Schermbeck machte der Koblenzer, der gemeinsam mit Theo Dammertz die Firma Stellplatz Consulting betreibt, den Mitgliedern des Wirtschaftsförderungsausschusses die Errichtung von Stellplätzen für Reisemobile schmackhaft.

Anlass war ein Antrag der SPD, weshalb das Thema wieder auf der Tagesordnung landete. Schon mehrfach wurde diskutiert, Entscheidungen wurden aber bislang nicht getroffen. Bader berichtete davon, dass die Leute, die mit dem Reisemobil unterwegs sind, gut betucht sind. Sie wollen vor Ort etwas erleben, wollen ihr Fahrzeug nicht fern des Ortskerns abstellen, sondern recht nah an Restaurants und Lebensmittelgeschäften sein. Schließlich lassen die Gäste Geld im Ort. Statt im Wagen zu brutzeln, geht es ins Restaurant. Auch Museen und andere Freizeiteinrichtungen nutzten sie. „Die Branche boomt zurzeit“, berichtete Bader.

Doch einfach ein paar Parkplätze frei zu halten, reiche nicht. Die Reisemobilisten schauen auf die Ausstattung. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten müssen vorhanden sein, auch ein Stromanschluss. Kostenlos, so Bader, sollten die Parkplätze oder die Versorgung mit Strom nicht angeboten werden.

Auf die Frage, wo ein solcher Stellplatz angelegt werden könnte, hat die Verwaltung eine Antwort gegeben: Aus ihrer Sicht wäre ein Standort am Hallenbad optimal. Die SPD könnte sich ein solches Angebot auch auf beiden Kilian-Festplätzen vorstellen. Und sie meint, dass es mindestens zehn Plätze sein sollten. Auch sollte die Möglichkeit einer Erweiterung gleich eingeplant werden.

Die Verwaltung wurde vom Ausschuss einstimmig beauftragt, die Planung weiter voranzutreiben. Für die Errichtung könnte es einen Zuschuss aus dem Leader-Topf geben.

 
 

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