Im Auesee „gibt es keine Parasiten“

Das Baden im Auesee ist unbedenklich, sagt die Stadtverwaltung nach einer Untersuchung des Hygiene-Instituts. Foto: Heiko Kempken
Das Baden im Auesee ist unbedenklich, sagt die Stadtverwaltung nach einer Untersuchung des Hygiene-Instituts. Foto: Heiko Kempken
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool
Untersuchung verlief negativ. Danach ist das Baden bedenkenlos möglich.

Wesel..  „Es gibt keinen Parasiten-Befall“, stellt Dirk Haarmann als zuständiger Dezernent der Stadt fest. Gestern sind Wasserproben aus dem Auesee ausgewertet worden, nachdem ein entsprechender Verdacht geäußert worden war. Der Befund: Negativ. „Das Baden im Auesee ist bedenkenlos möglich“, so die Stadt auf ihrer Homepage.

Ein Facebook-Eintrag, so Haarmann, habe Wellen geschlagen. In der „Info einer Mutter, die mit ihrer Tochter im Auesee baden war“, hieß es am Sonntagabend: „So wie es aussieht, ist unser wunderschöner Weseler Auesee mit Zerkarien verseucht“. Zerkarien sind Larven von Saugwürmern (Trematoden). Als Wirt dient diesen Parasiten meist eine Schnecke, irrtümlich aber auch der Mensch, bei dem es zur so genannten Badedermatitis kommen kann, der Ausbildung von roten Quaddeln auf der Haut, die einen Juckreiz auslösen. Dieser wie auch die in der Regel harmlosen Pusteln verschwinden nach einigen Tagen. „Bisse von diesen Mistviechern“ seien „im Marien-Hospital als Mückenstiche diagnostiziert“ worden, so die Facebook-Schreiberin, die zu dem Schluss kommt: „Eigentlich müsste der komplette Auesee aufgrund des Befalles fürs Baden gesperrt werden.“

Bericht im Fernsehen

Das WDR-Fernsehen habe diesen Eintrag zum Anlass für eine Berichterstattung genommen, die er für „in der Art und Weise bedenklich“ halte, so Haarmann. Vom WDR auf den Eintrag angesprochen, habe die Stadtverwaltung unverzüglich reagiert, sei mit Fachleuten des Hygiene-Instituts des Ruhrgebiets und der Bislicher Feuerwehr rausgefahren, um an mehreren Stellen im Uferbereich (Strandbad, Südstrand, Angelstrand und Hundestrand, wo die Hautreizungen aufgetreten sein sollen) Proben zu nehmen.

Vereinzelt seien Schnecken, aber keine Zerkarien gefunden worden, so das Institut. Der Auesee sei „kein idealer Lebensraum für Trematoden“. Alle vier Wochen werde die Wasserqualität des Auesees in der Badesaison untersucht, so die Stadtverwaltung. „Dabei wird dem See regelmäßig eine gute Wasserqualität bescheinigt.“ Bei Hinweisen auf eine Verschmutzung oder einen Befall, die unter Tel. 203-2320 an die Stadt gerichtet werden sollten, gebe es kurzfristig gezielte Untersuchungen. Unter den zahlreichen Facebook-Reaktionen gibt es auch Bemerkungen wie „macht doch daraus keine Verseuchung“.

 
 

EURE FAVORITEN