Im Angebot: eine Grundschule

Ein Exposé zu der Grundschule Ringenberg ist in diesen Tagen an die Banken gegangen.
Ein Exposé zu der Grundschule Ringenberg ist in diesen Tagen an die Banken gegangen.
Foto: WAZ FotoPool
Das Gebäude in Ringenberg ist nun auf dem Markt. Mit oder ohne angrenzende Grünfläche. Der Gestaltungsspielraum für potenzielle Investoren scheint groß, weder zum Kaufpreis noch für die Nutzung und Gestaltung von Gebäude und Grundstück gibt es eine Vorgabe.

Hamminkeln..  Die Stadt macht ernst. Seit Freiag-Morgen bietet sie auf der Hamminkelner Internetseite das leerstehende Schulgebäude in Ringenberg zum Verkauf an. Angehängt ist ein entsprechendes Exposé, das auch bereits an alle Banken weitergeleitet worden sei, wie Andrea Reich von der Stadtverwaltung gestern sagte.

Bis Donnerstag, 3. September, können Interessenten nun ihre Angebote abgeben, ehe die Veräußerung Thema im Betriebsausschuss sein wird. Das Interesse ist bereits groß. Es habe schon einige Anfragen gegeben, so Reich weiter. Man habe aber noch kein Angebot angenommen, um nicht vorzugreifen.

Der Gestaltungsspielraum für potenzielle Investoren scheint groß, weder zum Kaufpreis noch für die Nutzung und Gestaltung von Gebäude und Grundstück gibt es eine Vorgabe. Einziges Muss: der Fortbestand des Kindergartens, der sich derzeit im ehemaligen Schulgebäude befindet, aber auch in einem Neubau auf dem zum Verkauf stehenden Gelände untergebracht werden könnte.

Von Nachnutzung des sanierten Altgebäudes bis Abriss und Neubau, ob als Fläche für Wohnhäuser oder für Büroräume, alles ist - noch - denkbar auf der 5100 Quadratmeter großen Fläche. Wenn Interesse besteht, würde die Stadt das Angebot auch um die Grünfläche, die an das Schulgelände grenzt, erweitern. Dieses Grundstück ist 4641 Quadratmeter groß und im Bebauungsplan als „Öffentliche Grünfläche, Zweckbestimmung Parkanlage“, festgesetzt. Bislang.

„Nicht zwingend“

„Die Stadt Hamminkeln wäre bereit, auch dieses Grundstück zur gemeinschaftlichen Verwertung der beiden Flächen zu veräußern. Hier käme insbesondere eine Wohnnutzung nach entsprechender Umplanung in Betracht“, heißt es nämlich im Exposé. Bedeutet: Die Stadt würde den Bebauungsplan ändern wollen, wenn ein ernsthaftes Interesse besteht. „Es ist aber nicht zwingend“, so Andrea Reich.

Interessant wird sein, wie die Anwohner, deren Grundstücke direkt an die von Bäumen eingefasste Fläche anschließen, in dem Falle reagieren. In einem Brief hatten einige Bürger bereits daran erinnert, dass die Verwaltung einst das Versprechen gegeben habe, diese Fläche nicht zu bebauen.

EURE FAVORITEN