Ida Noddack in Bronze

Das Bürgerforum Lackhausen stellt die Büste der Chemikerin Ida Noddack vor, die im Wendehammer der Ida Noddack Straße aufgestellt werden soll. Bildhauer Andreas Krämmer (vorne mitte) aus Braunschweig mit dem Modell. Foto: Heiko Kempken
Das Bürgerforum Lackhausen stellt die Büste der Chemikerin Ida Noddack vor, die im Wendehammer der Ida Noddack Straße aufgestellt werden soll. Bildhauer Andreas Krämmer (vorne mitte) aus Braunschweig mit dem Modell. Foto: Heiko Kempken
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
In Lackhausen wird nach der Konrad-Duden-Büste ein zweites Denkmal errichtet.

Wesel.. Konrad Duden blickt den Weselern schon einige Zeit vom Sockel an der Julius-Leber-Straße entgegen, nun bekommt der berühmte Sohn der Stadt Gesellschaft. Am Wendehammer an der Ida-Noddack-Straße, Ecke Hummelweg, wird eine Büste der Chemikerin Ida Noddack errichtet, die wie Duden aus der Hansestadt stammt. Das Bürgerforum setzte sich dafür ein und fand mit Byk einen Sponsor, der sich mit Chemie bestens auskennt und sofort bereit war, die Kosten zu übernehmen. Wie hoch die Spende von Byk ist, behält das Unternehmen für sich.

Andreas Krämmer, der auch schon die Duden-Büste entworfen und gefertigt hat, ist auch diesmal als Bildhauer im Einsatz. Bevor er ans Werk ging, habe er lange recherchiert, sagt er. Krämmer sichtete Fotos, hörte sich Tondokumente an und studierte Bücher, um etwas über die Frau zu erfahren, die 1896 in Wesel geboren wurde, als eine der wenigen Frauen ihrer Zeit promovierte und so den Weg für andere Chemikerinnen ebnete. Ida Noddacks zielstrebige Erscheinung wollte der Bildhauer in seinem Werk ebenso festhalten wie auch ihre weibliche Seite.

Eine Rohfassung der Büste aus Gips konnten der Ehrenvorsitzende des Bürgerforums, Günter Ohletz, Albert von Hebel von Byk Chemie sowie Vertreter der Verwaltung und Politik gestern schon einmal ansehen. Voraussichtlich im Herbst soll die bronzene Büste dann fertig sein, die wie die Duden-Büste auf einen dunklen Steinsockel kommt. Die Enthüllung plant Ohletz für den 22. September.

Ein Teil der Hecke am Wendehammer soll freigeschnitten werden, dort soll die Büste ihren Platz bekommen. Ein perfekt gewählter Standort, findet Albert von Hebel. Schließlich sei Ida Noddack auf ihrem Weg zur Arbeit in der Lackfa brik täglich an dieser Stelle vorbeigekommen.

 
 

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