„Ich bin Hünxer durch und durch“

Gratulation an Werner Schulte (3.v.l.) von Volker Marquard, Waltraud Schilling, Stephan Barske, Jan Scholte-Reh und Bernfried Kleinelsen (v.l.).
Gratulation an Werner Schulte (3.v.l.) von Volker Marquard, Waltraud Schilling, Stephan Barske, Jan Scholte-Reh und Bernfried Kleinelsen (v.l.).
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
SPD Hünxe wählte Werner Schulte einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. 56-Jähriger sieht sich als „Vermittler zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung“

Hünxe.  Es mussten sogar noch Stimmzettel nachgedruckt werden, so groß war das Interesse an der Kandidatenaufstellung der SPD Hünxe für das Bürgermeisteramt am Montagabend in der Gaststätte Rühl in Bruckhausen. Unter den knapp 50 Gästen waren 40 stimmberechtigte SPD-Mitglieder. Bei nur einer Enthaltung wählten sie Werner Schulte einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.

„Wir im Vorstand haben nur kurz überlegt und einen guten Kandidaten gefunden“, eröffnete SPD-Vorsitzender Volker Marquard die Versammlung. Dann stellte sich Werner Schulte vor und umriss seine Ziele. Als stellvertretender SPD-Fraktionschef (seit 2004 im Rat) und Vorsitzender des Betriebsrats eines international tätigen Elektrounternehmens in Kleve (280 Beschäftigte) besitze er „die für das Amt notwendigen politischen Erfahrungen und Führungsqualitäten, um die Geschicke der Gemeinde zu lenken und ein Vermittler zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung zu sein“.

Schulte erzählte von einer Jubilarfeier, als er seinem Chef sagte, dass er politisch aktiv sei und dieser ihn fragte: „Sind Sie schon Bürgermeister?“ – „Ich arbeite dran“, habe er geantwortet. „Ich wollte schon immer Hünxer Bürgermeister werden“, bekannte der 56-Jährige. Obwohl in Spellen geboren, sei er „Hünxer durch und durch“.

Werner Schulte wohnt im Dorf, er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter. Nach Mittlerer Reife, Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker auf Lohberg und Wehrdienst erwarb er über den zweiten Bildungsweg die Hochschulzulassung und absolvierte ein Studium zum Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik an der Gesamthochschule Duisburg. Seitdem arbeitet Schulte in der Elektrokonstruktion.

Als Betriebsratsvorsitzender habe er gelernt, „unterschiedliche Interessen zu bündeln und schwierige Verhandlungen zu führen“. Er scheue sich nicht, auch unangenehme Themen offen anzusprechen und Verantwortung zu übernehmen. Als Sprecher des Wirtschaftsausschusses seien ihm betriebswirtschaftliche Zusammenhänge vertraut („ich kann Bilanzen lesen“).

Obwohl er ein Parteibuch besitzt, hält Schulte „nichts von parteipolitischen Grabenkämpfen“. Gerade in einer kleinen Gemeinde wie Hünxe sei es wichtig, „an einem Strang zu ziehen“. Als Bürgermeister wolle er mit allen Parteien zusammenarbeiten und „einen steten Dialog mit den Bürgern und Vereinen führen“.

Am Herzen liegen Werner Schulte, der gern fotografiert, Rad und Motorrad fährt, „die Weiterentwicklung der Ortskerne, die langfristige Sicherung der Grundversorgung durch Geschäfte und Ärzte, der Erhalt von Schulen und Kindergärten, die Sanierung der gemeindeeigenen Straßen“. Die Schaffung eines Jugendforums, eines Seniorenbeirats sowie Themen-Arbeitskreise für Bürger sieht er als Bereicherung für das Gemeindeleben. Es sei schwer, in die Fußstapfen von Hermann Hansen zu treten, „aber der Mensch wächst mit seinen Aufgaben“.

 
 

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