Hilfe für Senioren in Hamminkeln

Die Verkehrswacht war ebenfalls vor Ort und bot einen kostenlosen Augen- und Reaktionstest an. Auch Besucher Heinz Breuer (rechts) unterzog sich einem Test bei (von links) Achim Wiotek und Frank Schulten.
Die Verkehrswacht war ebenfalls vor Ort und bot einen kostenlosen Augen- und Reaktionstest an. Auch Besucher Heinz Breuer (rechts) unterzog sich einem Test bei (von links) Achim Wiotek und Frank Schulten.
Foto: FUNKE Foto Services
Das Forum Senioren informierte bei ihrem Sicherheits- und Gesundheitstag über Unterstützungen im Alter – mit dabei: Caritas, Verkehrswacht, Kreissportbund Wesel und Nachbarschaftsberatung.

Hamminkeln..  Eigentlich wissen die beiden Damen ja schon, wie sie mit ihrem Rollator umzugehen haben, aber so ein Sicherheitstraining kann eben nie schaden. Achselzuckend lassen sie sich von den beiden Polizeibeamten durch den kurzen Parkour führen, mal links herum, mal rechts, ums Hütchen, über das Metalhindernis und noch eine kleine Runde auf dem groben Schotterplatz. Etwas irritiert und gleichzeitig belustig schauen sie Jörg Nitschke, Verkehrssicherheitsberater der Polizei, an. „Sehn’se? Geht doch.“

Beim Sicherheits- und Gesundheitstag am St.-Josef-Haus in Dingden hielt das Forum Senioren interessierten Besuchern erneut kostenlose Informationen und Angebote zum Mitmachen bereit. So stellte sich neben der Caritas, die über barrierefreies Wohnen informierte, unter anderem auch der Kreissportbund Wesel den Fragen der Gäste. „Der Körper dankt es einem“, so Mitarbeiter Niels Ebling, „wenn man auch mit 60 plus noch mobil bleibt, indem man seine Muskulatur stärkt“.

Für mehr Lebensqualität im Alter

Um das zu untermauern, brachte der Kreissportbund auch gleich ein paar bunte, weiche Kugeln mit: Crossboccia, „eigentlich nichts anderes als Boule“, erklärte Ebling und lud direkt zu einer Partie. Auch die vorgestellte Sitzgymnastik lockte Freiwillige auf die Stühle: Arme hoch, zur Seite und nach vorne greifen – was einfach aussieht, steigere im Alter die Lebensqualität.

Sich lange gesund halten, dass sei eben das A und O. Besonders in unserer Zeit, sagte Peter Mellin vom Senioren Forum. „Der Kostenfaktor Alter und Krankheit wird sich in den nächsten Jahren drastisch erhöhen. Um das in Grenzen zu halten, gibt es zwei Wege.“ Zum Beispiel dafür zu sorgen, dass Menschen sicherer im Straßenverkehr agieren und Hilfsmittel nutzen.

„Niemand muss alleine bleiben“

Auch die Barrierefreiheit sei ein wichtiges Thema, dem sich das Forum Senioren gerne annimmt. Zum anderen mahnte Mellin zur Gesundheitsvorsorge, die unbedingt genutzt werden sollte, nicht nur von der älteren Generation: Auf die Ernährung achten, Vorsorge nutzen sowie ärztliche Ratschläge einholen und auch umzusetzen – um nur einige Beispiele zu nennen.

Um all das kümmerten sich auch die verschiedenen Stände. So wies zum Beispiel die Nachbarschaftsberatung auf ihr Wirken hin. „Niemand muss alleine bleiben mit seinen Nöten“, verkündete Edith Guttmann. Das gelte insbesondere für alleinstehende Senioren und Seniorinnen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen unter anderem dabei, selbstständig zu bleiben und schwierige Lebenssituationen zu meistern.

Tipps beim Rollatorfahren

Bei Jörg Nitschke ging es derweil um Prävention. „Rollatoren gelten noch immer als relativ neue Fortbewegungsmethode, daher helfen wir Senioren dabei, sich sicher durch das Stadtgebiet zu bewegen und Hindernisse im Alltag zu überwinden.“ Denn auch wer meint, bereits alles zu können, kann sich immer noch ein paar Tipps abholen.

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