Goldener Abitur-Jahrgang blickte zurück

Wesel..  1964 verließen 18 junge Männer mit der Reifeprüfung in der Tasche das Städtische Gymnasium Wesel – damals ein reines Jungengymnasium. 50 Jahre später trafen sich neun von ihnen ganz oben im Restaurant „Bellini“ im Berliner Tor. Eingeladen und „zusammengetrommelt“ hatte sie der damalige Klassensprecher Dr. Bernd Nölle, der heute in Aachen lebt.

Mühevolle Recherche

Schon zum ersten Ehemaligen-Treffen nach 25 Jahren hatte Dr. Nölle die Recherche der Adressen übernommen. Dabei musste so manche Hürde überwunden werden. Ein Schulkamerad war beruflich im Irak tätig und nur mit Mühen zu finden. Ein anderer hatte seinen Namen geändert. Aber wie schon seinerzeit galt: Ohne Fleiß kein Preis. Die neun der zwölf noch lebenden Abiturienten von 1964, die teilnahmen, kamen aus Regensburg, Köln, Göttingen, Münster und Wesel: Walter Lohmann, Gert Mink, Burkhardt Weilbach, Peter Buhl, Dr. Karl-Peter Winters, Manfred Rohler, Dr. Gert Brüning, Dietrich Bonnke und Dr. Bernd Nölle.

Natürlich fehlte auch der berühmte Satz bei solchen Anlässen nicht: „Der hat sich ja überhaupt nicht verändert“, rief Peter Buhl, als Dietrich Bonnke etwas verspätet eintraf.

Es wurde über Lehrer Bruno Zorn gescherzt, und die Männer erinnerten sich an den Umzug durch die Weseler Innenstadt mit Leiterwagen, Bierfass und Zylinderhut, als sie das Abitur frisch in der Tasche hatten.

Die einstigen Aufnahmeprüfungen mit Aufsagen von Gedichten, zweitägigen Mathematik-Prüfungen und noch manch anderer „Schikane“ würden die Schulfreunde von einst heute mit Sicherheit noch bestehen - da waren sie sich alle einig. Den Weg über das Städtische Gymnasium, das Abitur, das Studium und den Beruf hat keiner bereut.

„Damit hier nicht ständig über Krankheiten und Leiden erzählt und gesprochen wird“, so Dr. Nölle „habe ich mir etwas ausgedacht: Jeder bekommt fünf Minuten, um aus den letzten fünf Jahren (so lange lag das letzte Treffen zurück) zu berichten.“ So geschah es.

Auf jeden Fall soll es weitere Zusammenkünfte geben. Vielleicht sollten die Intervalle auf drei Jahre verkürzt werden, scherzten die Herren, die bis spät in den Abend erzählten und ihre lange, unverbrüchliche Freundschaft genossen.

 
 

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