Garant für kulturelle Höhepunkte in Wesel

Die Neue Philharmonie Westfalen kommt wieder nach Wesel.
Die Neue Philharmonie Westfalen kommt wieder nach Wesel.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Städtische Musikverein Wesel hielt seine Jahreshauptversammlung ab. Die Mitglieder sprachen über Probleme und das Programm.

Wesel..  Über welch lange Tradition der Städtische Musikverein Wesel verfügt, wurde am Samstag im Hotel Tannenhäuschen abermals deutlich. Nach einem Ständchen der A-Cappella Gruppe „Voxbox“ begann dort die 103. Jahreshauptversammlung. 198 Mitglieder weist der Verein aktuell auf.

Grund für übertriebenen Optimismus sah Vorsitzende Renate Brützel darin allerdings nicht: „Die Zahl der Mitglieder sinkt stetig, wenn auch langsam. Wir müssen uns in Zukunft verstärkt um die Werbung neuer Mitglieder bemühen.“ Ein Argument könnte die nach wie vor herausragende Qualität der Kammer- und Orchesterkonzerte sein, mit der der Verein das kulturelle Angebot der Hansestadt maßgeblich bereichert. Diese sorgte auch im abgelaufenen Jahr für eine durchaus ansprechende Akzeptanz: Insgesamt besuchten 2000 Liebhaber der klassischen Musikliteratur die sieben Aufführungen. Renate Brützel erstaunt das nicht: „Die Besucher erleben hohe Qualität und bezahlen weniger als andernorts.“ Daran möchte man festhalten und so ist auch das Programm für die kommende Spielzeit reich an Höhepunkten. Einen ersten wird es bereits am 20. November mit dem Besuch des „Mandelring Quartett“ geben. „Das Besondere daran ist, dass unser Publikum beim letzten Konzert Wunschzettel abgeben durfte. Die drei meistgenannten Stücke spielt das Quartett an diesem Abend“, erklärt der zweite Vorsitzende Klaus-Ulrich Schmidt.

Des Weiteren dürfen sich Wesels Musikliebhaber auf einen Reger-Abend ebenso freuen wie auf Gastspiele der Neuen Philharmonie Westfalen sowie der Duisburger Philharmoniker.

Fester Programmpunkt wird der in die 16. Auflage gehende Weseler Klaviersommer sein. Mit durchgehend jeweils 100 Besuchern erfreuen sich die Konzerte in der Musikschule konstanter Beliebtheit.

Chorleiter Hans-Günther Bothe kündigte zwei Requiem-Vertonungen von Brahms und Mozart an. Auch künftig möchte Bothe, vom Erfolg des Chor- und Orchesterkonzerts im Willibrordi-Dom mit Werken des weniger bekannten Komponisten Niels W. Gade beflügelt, neue Wege gehen: „In den Archiven schlummert sehr viel, was zur Aufführung gelangen sollte“, so Bothe.

Dank zahlreicher Spender und Sponsoren durfte Schatzmeister Karl Schmitz für das abgelaufene Jahr einen Überschuss von etwa 3000 Euro vermelden.

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