Für die Zukunft gerüstet

Wesel..  Die Weseler Stadtwerke und die Gelsenwasser AG möchten bei den Energie- und Wassernetzen enger kooperieren. Zu diesem Zweck soll eine Gesellschaft mit dem Namen „Netzservicegesellschaft Niederrhein“ gegründet werden, die zu je 50 Prozent den Stadtwerken und der Gelsenwasser Energienetze GmbH, eine Tochtergesellschaft des Gelsenkirchener Unternehmens, gehören soll. Durch diesen Schritt erhoffe man sich Synergien, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Franz Michelbrink gestern.

Nach NRZ-Informationen kann Gelsenwasser etwas, was die Stadtwerke derzeit nicht können. Die technischen Prozesse, die notwendig sind, um Leitungen zu betreiben, müssen in einem so genannten Betriebshandbuch erfasst sein. Dies ist insbesondere auch aus Gründen der rechtlichen Absicherung erforderlich. Um diese Voraussetzungen zu schaffen, müssten die Stadtwerke viel Geld in die Hand nehmen und wohl auch neues Personal einstellen. Gelsenwasser indes bringt die entsprechenden Voraussetzungen in die neue Gesellschaft mit ein.

Hauptsitz Am Schornacker

Zum anderen erhofften sich die Stadtwerke mit dieser Kooperation Kosteneinsparungen bei der Datenverarbeitung, der Lagerhaltung und der Materialbeschaffung. Dadurch solle der Betrieb der Netze noch effektiver werden, so Michelbrink. Man sei zwar effizient, „aber die Welt dreht sich weiter“. Mit der neuen Gesellschaft seien die Stadtwerke für die Zukunft noch besser aufgestellt.

Einen Personalabbau schloss der Geschäftsführer aus. Dies sei nicht Ziel der Vereinbarung. Wie viele Mitarbeiter die neu gegründete Gesellschaft haben wird, müsse indes noch abgestimmt werden.

Der Hauptsitz der Netzservicegesellschaft Niederrhein soll auf dem Gelsenwasser-Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet Am Schornacker entstehen. Für Kunden ändere sich damit aber nichts, verspricht Michelbrink: „Die Kundenbeziehungen bleiben an der Emmericher Straße.“

 
 

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