Eine Tradition, die verbindet

Jede Menge Schützenprominenz  – erstmals in seiner Amtszeit war Bürgermeister Bernd Romanski der Gastgeber.
Jede Menge Schützenprominenz – erstmals in seiner Amtszeit war Bürgermeister Bernd Romanski der Gastgeber.
Foto: Erwin Pottgiesser
  • Unter den zahlreichen Schützen befanden sich auch drei Gäste-Abordnungen
  • 17 verschiedene Abordnungen waren zum traditionellen Empfang gekommen
  • Die Bollands feierten an diesem Abend ihren 28. Hochzeitstag gerne in dieser Gemeinschaft

Hamminkeln..  Es war ein farbenfrohes Bild mit Kleidern, Trachten und den Fahnen der anwesenden Schützenvereine in der Loikumer Schützenhalle. 17 verschiedene Abordnungen waren zum traditionellen Empfang gekommen, der in diesem Jahr aufgrund von Renovierungsarbeiten nicht im Rathaus, sondern in der Bürgerhalle des Golddorfes stattfinden durfte.

Premiere für Romanski

Unter den zahlreichen Schützen befanden sich auch drei Gäste-Abordnungen aus dem näheren Umfeld – wie die des Schützenvereins Blumenkamp: „Das bedeutet uns viel, weil wir früher ja auch zu Hamminkeln gehörten“, freute sich deren Kaiserin Birgit Hülser über den bevorstehenden Empfang und den Austausch mit den anderen Majestäten.

Ihrer Würde entsprechend, begrüßte Bürgermeister Bernd Romanski bei seinem ersten Empfang im Amt „die Majestäten, Brüdermeister, Bruderschaften und Schützenvereine“ und drückte seine Freude darüber aus, „dass diese Tradition fortgeführt werden kann.“ Es sei für ihn eine besondere Herausforderung gewesen, in seinem ersten Jahr zu so vielen Schützenfesten wie möglich zu gehen.

Dazu gekommen seien noch die „wetterbedingten Kapriolen“. Romanski erwähnte das Beispiel Brünen, wo man mit dem Schießen erst später hatte anfangen können.

Die Schützen pflegten die Tradition, sorgten für gemeinschaftliche Geselligkeit, schufen über die „Verbindung von Brauchtum und Moderne“ einen Ort für Jung und Alt bei den Festen und trügen so zum kulturellen Leben bei, betonte der Bürgermeister. „Eine Einheit, die zum Ziel hat, die Menschen in Hamminkeln zu verbinden.“

Romanski betonte in seiner Rede die besondere Solidarität während des Hochwassers. „Da hat sich gezeigt, dass wir sowohl als Nachbarschaft als auch als Vereine zusammenhalten.“ Basis dieses Verhaltens sei die gemeinschaftliche Einstellung, die auch über die Schützen geprägt werde, „dass man sich auf dem Land hilft“.


Eine besondere Situation sei das Schießen in Ringenberg gewesen, als sein Bruder Schützenkönig wurde und er selbst bei der Hamminkelner Tennismeisterschaft das Halbfinale und (das verlorene) Finale absolvieren durfte. Und er zeigte sich „beeindruckt von den Reden der Brüner Jungschützen und der St.-Johann-Schützen am Ehrenmal, „wo man den aktuellen Bezug zu den Ereignissen in Europa und zum Frieden“ gezogen habe.

Anschließend begrüßte Romanski jede einzelne Abordnung – versehen mit Anekdoten wie beim Antonius-Schützenverein Nordbrock, dessen König Walter Ritte bereits 25 Jahre zuvor den Vogel abgeschossen hatte. Oder wie im Fall des Mehrhooger Königs Peter Dopp und seines Präsidenten und langjährigen Kumpels Dirk Bolland. Dessen Frau Christa fungierte als Königin, fünf Jahre zuvor war es umgekehrt.

Die Bollands feierten an diesem Abend ihren 28. Hochzeitstag gerne in dieser Gemeinschaft. „Freunde fürs Leben braucht man – sonst ist man nicht glücklich“, brachte Christa Bolland den Geist der beiden und der Schützen in einen Satz zusammen.

Danach ging es in den geselligen Teil über – bei dem der stellvertretende Bürgermeister Bernd Störmer gestand, dass er in Dingden schon mal mit dem ersten Schuss den linken Flügel heruntergeholt hat. „Aber ich habe noch nicht um den König geschossen.“

 
 

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