„Ein Vorbild für andere“

Bei der Vorstellung der Kandidaten (hinten von links): Christian Dülligen, Max Christian Trapp, Dr. Veit Veltzke (Vorsitzender der Jugend-Stiftung), Axel Röder (Präsident), Yannick Müller sowie (vorne von links) Carla Ingenhorst und Jannika Verbücheln.
Bei der Vorstellung der Kandidaten (hinten von links): Christian Dülligen, Max Christian Trapp, Dr. Veit Veltzke (Vorsitzender der Jugend-Stiftung), Axel Röder (Präsident), Yannick Müller sowie (vorne von links) Carla Ingenhorst und Jannika Verbücheln.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Rotary-Club Wesel-Dinslaken zeichnete ganz besondere junge Menschen aus.

Wesel..  Vier ganz besondere junge Persönlichkeiten standen am Montagabend im Tannenhäuschen im Mittelpunkt: die diesjährigen Preisträger der Jugendstiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken. Einmal jährlich ehrt die Stiftung engagierte junge Menschen, die eine besondere Leistung oder ein besonderes Verhalten gezeigt haben.

„Wir haben dieses Jahr vier Preisträger mit einzigartigem, unverwechselbarem Profil. Aber eines haben sie alle gemeinsam – sie sind mit ihrem Einsatz und ihrem Verhalten ein Vorbild für andere“, so Dr. Veit Veltzke, Vorsitzender der Jugend-Stiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken, der die Preisträger im Vorhinein zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern ausgewählt hatte.

Einer der Preisträger, die sich und ihr Engagement den Club-Mitgliedern vorstellten, ist Yannik Müller. Der 18-Jährige absolvierte in diesem Jahr sein Abitur am Andreas-Vesalius-Gymnasium als Jahrgangsbester mit einem Notenschnitt von 1,0. Doch der Unterricht war ihm nie genug – er suchte immer neue Herausforderungen. So nahm der Weseler an mehreren naturwissenschaftlichen Wettbewerben teil, besuchte Akademien für begabte Schüler wie die Deutsche Junior-Akademie und schrieb in der neunten Klasse eine freiwillige Facharbeit im Fach Physik. Nebenher engagierte er sich als Stufensprecher und Schülervertreter. Und auch außerhalb der Schule setzt Yannik Müller sich ein: Seit neun Jahren ist er als Messdiener in der Gemeinde St. Nikolaus aktiv, wo er auch Jugendgruppenstunden betreut. Ganz nebenher turnt der 18-Jährige auch noch im Turnverein Gymnastikschule Wesel und engagiert sich dort als Turnhelfer, um anderen seinen Sport näherzubringen. „Wir haben uns wirklich gefragt – wie hat der Yannik das bloß alles hingekriegt?“, so Veltzke. Nun setzt Yannik Müller seinen Weg in Bonn fort, wo er Mathematik und Chemie auf Lehramt studieren wird.

Auch die zweite Preisträgerin, Carla Ingenhorst, ist vielseitig engagiert. Kriterium für ihre Nominierung war vor allem ihr Einsatz für andere. Seit vielen Jahren ist die 20-Jährige in der Eine-Welt-Jugendgruppe Wesel aktiv und half im Rahmen des Rotary-Projekts „Sprache verbindet“ mit, Migrantenkindern auf spielerische Weise die deutsche Sprache zu lehren. Nach ihrem Abitur am Konrad-Duden-Gymnasium im vergangenen Jahr ist die junge Frau für ein Jahr lang nach Togo gereist, wo sie unter anderem in einer Schule und in einem Gefängnis Deutschunterricht erteilte.

Christian Dülligen begeisterte die Rotarier mit seinem Glauben an sich selbst und seinem Durchhaltevermögen unter widrigen Umständen. Seit dem frühen Kindesalter leidet der 24-Jährige an chronischem Nierenversagen und war Dialysepatient, bis er mit 16 Jahren eine Spenderniere bekam. „Aber ich habe mich von gesundheitlichen Sachen nie unterkriegen lassen“, so Dülligen. Durch das Hören von Klassik-CDs seines Vaters entwickelte er eine große Leidenschaft für Musik, so dass er sich selbst ohne Noten lesen zu können das Klavierspiel beibrachte. Sein späterer Keyboardlehrer erkannte schließlich sein Talent und bestärkte ihn dabei, seine Leidenschaft weiterzuverfolgen. Heute studiert Christian Dülligen Musik und Medien an der Robert-Schuhmann-Hochschule in Düsseldorf.

Auch die vierte Preisträgerin, Jannika Verbücheln, hat beharrlich für ihr großes Ziel gekämpft. Ihr gelang nach ihrem Realschulabschluss im Jahr 2010 bereits mit 16 Jahren die Aufnahme an einer privaten Hochschule in Düsseldorf für ein Studium des internationalen Modedesigns. Nach vier Jahren, die von Stress, Kritik und Selbstzweifeln geprägt waren, schloss die 21-Jährige ihr Studium als eine der Wenigen erfolgreich ab. Im August dieses Jahres fing sie nun eine Ausbildung zur Mediengestalterin in Bonn an und möchte später so Mode und Medien beruflich vereinen.

Nach der Vorstellung der Preisträger wird am Sonntag, 27. September, die Preisverleihung im Bühnenhaus erfolgen. Die Ausgezeichneten erhalten neben einer Urkunde auch einen Geldpreis.

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