Ein Pfad, künstlerisch bewacht

Die Zeit nagt beharrlich an den Skulpturen von Gerd Buscheuer, die vor beinahe 18 Jahren in Marienthal aufgestellt wurden. Bald sollen sie ausgebessert werden.
Die Zeit nagt beharrlich an den Skulpturen von Gerd Buscheuer, die vor beinahe 18 Jahren in Marienthal aufgestellt wurden. Bald sollen sie ausgebessert werden.
Foto: Funke Foto Services
Die Skulpturen von Gerd Buschheuer säumen die Allee nahe Kloster und Kulturwiese in Marienthal.

Hamminkeln..  Was fällt Ihnen zu Marienthal ein? Klar, das Kloster, ganz sicher die Issel, aber hundertprozentig auch die Kultur. Die Aktiven in dem hübschen Hamminkelner Dorf haben es schon lange geschafft, in einem Atemzug mit den Marienthaler Abenden – egal, ob im Sommer oder im Winter – genannt zu werden. Auch Kunst unter freiem Himmel ist hier zu finden: die Skulpturenallee.

Sie liegt gleich neben der Kulturwiese, auf der in dieser Woche die Abende-Saison eröffnet wurde. Wer hier vorbeischaut, macht auch gern einen Spaziergang entlang der Skulpturenallee, die wiederum in die Allee der Poesie mündet.

Kaum zu glauben, aber es ist fast 18 Jahre her, dass die Skulpturen von Gerd Buschheuer aus Alpen-Bönninghardt hier dauerhaft ihren Platz fanden. Zu den Kreiskulturtagen waren sie in Marienthal aufgestellt worden und fanden gleich große Beachtung.

Es wäre doch schön, wenn sie hier für immer bleiben könnten, dachte sich die damalige SPD-Ratsfrau und Marienthalerin Gunhild Sartingen und schlug dies dem Kulturkreis-Urgestein Karl-Heinz Elmer vor. Er, stets den schönen Dingen und Künsten zugetan, zögerte nicht lange und ließ sich zum Geburtstag Geld schenken, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen. Am Ende teilten er und die Sparkasse sich die Kosten für die Dauerinstallation.

„Cherubim und Flammenschwert“ begegnen die Skulpturenallee-Besucher erst ganz am Ende. Sie bewachen den Baum des Lebens, der dort ebenfalls zu finden ist. Zuvor sind die Cherubim zu sehen, geistige Wesen nahe Gottes, himmlische Wächter sozusagen.

Kunterbunt war er einmal, der von Gerd Buschheuer geformte Porenbeton. Doch die Zeit und die Witterungseinflüsse haben ihre Spuren hinterlassen. Ganze Stücke sind herausgebrochen, die Farbe hat teils stark nachgelassen. Karl-Heinz Elmer sieht dies als Mahnung, die Schöpfung zu bewahren. Während der im Advent angebotenen Fackelwanderungen macht er auch immer einen Abstecher zur Skulpturenallee und erzählt deren Entstehungsgeschichte. Er, der am Ende der Allee wohnt, hat immer noch viel Freude daran, findet vor allem das nahe Kloster passend. Schließlich geht es hier um die Bibel, um das Paradies, den Baum der Erkenntnis und den Baum des Lebens, der das ewige Leben verspricht.

Voraussichtlich noch in diesem Jahr sollen die Skulpturen der Allee frische Farbe bekommen und ausgebessert werden. Die Marienthaler Kaufleute sind momentan noch auf der Suche nach einem Fachmann. Danach werden sicher noch mehr Marienthalgäste den Fotoapparat zücken und die bunte Kunst im Bild festhalten. Denn das beobachtet Karl-Heinz Elmer immer wieder...

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