Ein Fest der Spielmannsmusik

Nachwuchs haben die Spielleute auch. In der Jugend-Klasse waren unter anderen die Ramsdorfer mit dabei. Foto: Gerd Hermann
Nachwuchs haben die Spielleute auch. In der Jugend-Klasse waren unter anderen die Ramsdorfer mit dabei. Foto: Gerd Hermann
Foto: WAZ FotoPool
Wertherbrucher richteten den Wettbewerb um den Grenzlandpokal aus, bei dem Südlohn seinen Titel verteidigte.

Hamminkeln..  Mitreißende Marschmusik, Hunderte Besucher und glückliche Titelverteidiger: Auch in diesem Jahr sicherte sich der Spielmannszug Südlohn den begehrten Grenzlandpokal, wenn auch mit knappem Vorsprung. Einen Preis verdient hatte auch der Wertherbrucher Spielmannszug als Ausrichter.

Mehrere Spielmannszüge positionierten sich am Sonntagmittag vor dem Sportplatz in Wertherbruch in Reih’ und Glied. Während knapp 300 Schaulustige auf die etwa 100 Meter lange Aschebahn blickten, gab Koordinator Bernd Wysk das Zeichen zum Start. Nach und nach marschierten die Musiker im Gleichschritt zum vorgegebenen Takt der Trommel sowie zur melodischen Blasmusik. Mit kleinen Hütchen waren auf dem Feld verschiedene Punkte markiert, die in gleich bleibendem Tempo anzulaufen waren. Besonders die Kinder erfreute das „Musizieren in Bewegung“, und so klatschten fast alle eifrig mit.

Das Ursprüngliche im Vordergrund

„Wir wollen hiermit den ursprünglichen Charakter der Spielmannsmusik wiedergeben, bei dem das Takthalten im Vordergrund steht“, erklärte Heinz Weyer, Vorsitzender des Spielmannszuges Wertherbruch.

Wenige Meter vom Schauplatz entfernt wurden die letzten Vorbereitungen für den Höhepunkt des Tages getroffen. Von den vier ausgetragenen Disziplinen gilt die Konzertklasse als „Königsklasse“ des Grenzland-Pokalwettstreits, und so nutzten noch einmal alle zehn beteiligten Spielmannszüge die letzte Möglichkeit, sich gründlich vorzubereiten. „Als Einspielräume haben wir den Musikern die Räumlichkeiten der Grundschule sowie die Turnhalle zur Verfügung gestellt“, so Weyer. Durfte man sich bei den Proben noch den ein oder anderen Fehler erlauben, wurde dies ab 16 Uhr mit Punktabzügen konsequent bestraft.

Neben dem Dirigenten und freien Dozenten Wysk saß auch Robert Brenner, stellvertretender Chef des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Düsseldorf, in der Jury. Während sich die Blicke auf die Bühne der Bürgerhalle richteten, spitzten sie ihre Ohren und lauschten den beeindruckenden Klängen der höchst konzentrierten Bläserensembles. Die versuchten mit möglichst facettenreichen Darbietungen zu überzeugen, die eine Gesamtlänge von 13 Minuten nicht überschreiten durften. Sowohl ruhige als auch flotte und dramatische Passagen erfüllten den Saal und ließen das Publikum begeistert applaudieren.

Der Spielmannszug Südlohn sicherte sich nicht nur den ersten Platz in der Konzertklasse, sondern auch in der Marschklasse und durfte sich somit über eine erfolgreiche Titelverteidigung freuen. Auf dem zweiten Rang der Gesamtwertung landete Oeding, gefolgt von Ramsdorf. In der Jugendklasse siegte der Spielmannszug Vardingholt-Kirche, während beim „Musizieren in Bewegung“ Heiden die Konkurrenz hinter sich ließ.

Den nächsten Grenzlandpokal-Wettstreit richtet der Spielmannszug Ramsdorf aus.

Die Ergebnisse: zwei zweite Plätze für hiesige Teilnehmer

Gesamt: 1. Südlohn 542 Punkte, 2. Oeding 536, 3. Ramsdorf 524, 6. Büderich 492, 10. Dingden-Lankern 458,5.

Marschklasse, A-Klasse: 1. Südlohn 356 Punkte, 2. Oeding 355, 3. Seppenrade 353; B-Klasse: 1. Heiden 333,5 Punkte, 2. Büderich 332, 3. Barlo 321,5; C-Klasse: 1. Vardingholt-Kirche 306 Punkte, 2. Dingden-Lankern 298,5, 3. Rhede 294.

Musizieren in Bewegung: 1. Heiden 180 Punkte, 2. Ramsdorf 176, 3. Rhede 170, 4. Büderich 160.

Konzertklasse: 1. Südlohn 186 Punkte, 2. Oeding 181, 3. Heiden 173, 7. Dingden-Lankern 160, 8. Büderich 156.

 

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