Durch Musik Hoffnungen wecken

Foto: Christoph Karl Banski

Hamminkeln.  „Obwohl heute ein trauriger Tag ist, haben wir einen Grund zur Freude“, sagte Dominik Giesen, Chorleiter des Vokalensembles Cantemus bei einer Andacht zum Totensonntag in der Marienthaler Klosterkirche. Dort zeichnete der Chor unter dem Motto „Selig sind die Toten“ mit Musik von Heinrich Schütz den Lebensweg eines jeden Christen nach.

Was mit Stücken wie „Ich will so lang ich lebe rühmen den Herren mein“ begann, ließ die Vokalgruppe mit „Selig sind die Toten“ ausklingen. „Wir wollen damit den Anfang und das Ende des menschlichen Lebens darstellen und den Leuten durch die Musik an einem Tag wie diesem die Hoffnung auf ein ewiges Leben geben“, so Dominik Giesen. Zum Programm gehörten außerdem Schriftlesungen aus der Bibel und Orgelimprovisationen.

Die acht Mitglieder des Vokalensembles singen erst seit zwei Monaten gemeinsam. Die Mitglieder im Alter zwischen 40 und 50 Jahren haben viel vor: „Wir wollen, obwohl wir wenige Leute sind, die Kirche mit viel Musik erfüllen.“

„Ich steche hier ein bisschen heraus“, sagte Chorleiter Dominik Giesen mit einem Lachen. Mit seinen 18 Jahren ist er wesentlich jünger als der Rest seiner Gruppe. Trotzdem hat er schon viel erreicht. In der Marienthaler Klosterkirche ist er Organist und Dirigent, und im Bislicher Kirchenchor singt er selbst aktiv mit. So kam es, dass sich das Vokalensemble Cantemus ebenfalls zur Hälfte aus Bislicher und Marienthaler Sängern zusammensetzt.

Abwechselnde Proben

Einmal wöchentlich probt die Gruppe. Immer abwechselnd: In der einen Woche in Marienthal und in der nächsten in Bislich. Dort studiert der Chor Stücke der Renaissance und des Frühbarocks ein. Ausgezahlt hat sich diese Übung spätestens beim Konzert in der Klosterkirche. Viele Menschen waren dort zusammengekommen, um sich von den Stimmen des Ensembles Cantemus beeindrucken zu lassen.

 
 

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