Der Weikensee soll ein Dorado für Angler werden

Gemütlich ging es zu beim Anangeln am Weikensee.
Gemütlich ging es zu beim Anangeln am Weikensee.
Foto: WAZ FotoPool
Markus Hülsken ist neuer Pächter des Weikensees in Hamminkeln und plant neben der Möglichkeit, zu angeln für später weitere Angebote, besonders für Familien.

Hamminkeln..  Schon seit einigen Jahren wurde am Weikensee in Ringenberg nicht mehr geangelt, doch zum neuen Jahr hat Markus Hülsken, der auch das „Angelcenter Weikensee“ betreibt, ein Stück des Sees gepachtet und räumt so den „Fischerei-Fans“ der Umgebung eine neue Möglichkeit ein.

Beim gemeinsamen „Anangeln“ am Neujahrsnachmittag durften hier bei Glühwein und Grillgut zum ersten Mal seit langer Zeit wieder die Ruten ins Wasser geworfen werden.

„Das wollen wir jetzt jedes Jahr so machen“, blickt Markus Hülsken optimistisch in die Zukunft. Das „Anangeln“, der kollektive Start in die Angelsaison, stellt dabei nur eine der möglichen Aktionen dar. Auch Veranstaltungen wie etwa ein Weihnachtsangeln könnte es hier zukünftig geben.

Für die nächsten zwölf Jahre hat Markus Hülsken ein etwa 800 Meter langes Uferstück gepachtet, dessen Zugang etwas versteckt neben dem Bahnübergang in Ringenberg liegt, und das sich bisher noch wild bewachsen präsentiert. Später soll es hier auch Sanitäranlagen geben. Vor allem möchte er Familien mit Kindern ermöglichen, hier „ein Abenteuer“ zu erleben: „Sie sollen die Möglichkeit bekommen zu campen, zu angeln und den Fisch dann selbst zu grillen“, erläutert der Pächter seine Pläne.

Bis es soweit ist, wird es aber noch einige Jahre dauern, denn vor ihrer Umsetzung müssen solche Pläne erst von der Stadt genehmigt werden. Entsprechende Anträge hat Markus Hülsken noch nicht gestellt. „Jetzt soll der See erst einmal beangelt werden. Das Ganze kann dann später weiter ausgebaut werden“, bescheidet er sich.

Die ortsansässigen Angler freuen sich jedenfalls schon. Julian Ameling und Pierre Freund kommen aus Dingden und Ringenberg und haben sich mit Freunden unter dem Namen „Raubfisch-Team Niederrhein“ auf das Angeln von Raubfischen spezialisiert. Bisher seien sie an den Rhein nach Rees oder nach Bergerfurth gefahren. Oft auch nach Holland, weil es dort größere Fischbestände gebe. Am Weikensee können sie Hecht und Barsch nun praktisch vor der Tür fangen.

Der See bietet auf seinen rund 17 Hektar Fläche Fried- und Raubfischen gleichermaßen einen Lebensraum: „Von Aal bis Zander ist alles drin“, sagt Hülsken lachend und meint damit sämtliche heimische Fischarten. Und Julian Ameling weiß: „Der Weikensee ist ein Dorado für Karpfen-Fans.“

Wer hier Jagd auf die heimischen Fische machen will, braucht eine so genannte Angelkarte, die Markus Hülsken im Angelcenter verkauft. Für 120 Euro erwirbt man damit die Berechtigung, ein Jahr lang am Weikensee Fische fangen zu dürfen. Bisher hat er 35 von insgesamt 100 Angelkarten an seine Kunden ausgegeben.

Allerdings ist Hülsken als Betreiber des Sees verpflichtet, diese Karten nur an Personen mit Angelschein auszugeben. Um einen solchen zu bekommen, bieten die Angelvereine im Umkreis Kurse an, die auf die Prüfungen vom Angelverband vorbereiten.

 
 

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