Das Ende der Weihnachtsbäume

Auf Sammeltour: Die Pfadfinder Ben (11), Nils (12), Philipp (13) entsorgten die Bäume – Siegfried Meyer bedankt sich mit einer Spende.
Auf Sammeltour: Die Pfadfinder Ben (11), Nils (12), Philipp (13) entsorgten die Bäume – Siegfried Meyer bedankt sich mit einer Spende.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Die Feldmarker Pfadfinder zogen zum 25. Mal durch die Straßen und sammelten die ausgedienten Tannen ein. Zum Dank gab es viel Lob und Spenden

Wesel..  Alle Jahre wieder stellt sich in deutschen Haushalten dieselbe Frage: Wohin mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum? Um die Entsorgung zu vereinfachen, zogen am Samstag wieder zahlreiche Weseler Gruppen und Vereine durch die Straßen und sammelten mehrere 1000 Christbäume ein.

Die Feldmarker Pfadfinder hüllten sich in gelb-grüne Warnwesten und packten mit dicken Arbeitshandschuhen kräftig an.

Spontane Hilfe beim Entschmücken

Bereits zum 25. Mal beteiligten sie sich an der jährlichen Sammel- und Entsorgungsaktion von Weihnachtsbäumen, die bei der Bevölkerung stets auf viel Lob und Dankbarkeit stößt. „Natürlich gibt es ab und zu auch mal Leute, die unsere Hilfe nicht in Anspruch nehmen“, sagte Wölflingsleiter Klemens Simon. „Die meisten sind jedoch total begeistert und legen ihre Tanne schon am Vorabend in die Nähe der Straße“, freut sich der 43-Jährige, während er den Kindern und Jugendlichen im Alter von sieben bis 16 Jahren beim kleinen Sammeljubiläum tatkräftig zur Seite stand.

In fünf Teams mit je zehn bis zwölf Teilnehmern hatten sich die Helfer bereits um 9 Uhr früh auf den Weg gemacht und zogen systematisch durch die Feldmark, Lackhausen, Blumenkamp sowie das Hanseviertel. Jeder Gruppe stand zudem ein kleiner Lastwagen zur Verfügung, der bei voller Ladung umgehend die Sammelstelle des Städtischen Entsorgungsbetriebs ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) ansteuerte.

Die Zustände der einzelnen Bäume hätten auch in diesem Jahr nicht unterschiedlicher sein können. Von abgenutzten und kahlen Objekten bis hin zur saftig grünen Tanne, die man noch problemlos in den Garten pflanzen könnte, sei alles dabei gewesen, so Simon. Und wenn jemand den Abholtermin vergessen oder verschlafen hat, dann könne es auch mal vorkommen, dass man kurzerhand beim Entschmücken des noch glitzernden Baumkleides mithilft. Eine nicht gerade seltene Abwechslung, die insbesondere den jüngsten Helferinnen und Helfern viel Freude bereitete.

Auf der Ladefläche des Lkw

Auch Wölfling Ben (10) sowie die Jungpfadfinder Nils (12) und Philipp (13) packten fleißig mit an. Benötigten sie zwischendurch mal ein paar Minuten der Erholung, dann machten es sich die drei Freunde einfach auf der Ladefläche des Lkw gemütlich und ließen sich so zur nächsten Straße transportieren. „Hier oben lässt es sich gut aushalten“, waren sich die drei einig. Und zu guter Letzt gab es in den Räumlichkeiten des Pfarrheims für alle Teilnehmer eine warme Mahlzeit.

 

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