Damit man was zu tun hat

Chorleiterin Birgit Dickmann (vorne rechts) singt mit dem ev. Kirchenchor und den Issel Voices.
Chorleiterin Birgit Dickmann (vorne rechts) singt mit dem ev. Kirchenchor und den Issel Voices.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Kirchen- und Gospelchor Wertherbruch feierte ein Sommerfest und lud zum Singen.

Hamminkeln..  Es ist Sommer. Und im Sommer wird gern und viel gefeiert. Was liegt da näher als ein Fest? Es gibt viele Gründe, ein Sommerfest zu feiern. Es gibt auch viele Gründe, keins zu feiern. Doch wenn etwas neu ins Leben gerufen wird, dann hat das meistens einen Hintergrund. Und so auch bei den Männern und Frauen des Kirchen- und Gospelchors Wertherbruch.

„Wir sind in der Sommerzeit einfach zu wenig gefordert“, lautet hier die einfache und doch recht passende Erklärung, warum man sich nun dazu entschlossen hatte, ein solches Fest zu feiern. Der Rahmen ist sehr familiär. Es geht beschaulich zu in den Räumen hinter der Kirche. Die Kohle auf dem großen Grill ist gegen zwölf Uhr schon fast durchgezogen. Mittagszeit. Selbstgemachte Salate und Baguette – und schon geht es allen gut. Vielleicht auch noch ein kleines Schwätzchen und die Frage, ob man noch einen selbstaufgesetzten „Roten“, oder lieber einen klassischen „Klaren“ haben möchte. Schließlich haben sich die Sängerinnen und Sänger schon um 10 Uhr am Sonntagmorgen getroffen, um sich langsam auf diesen Tag vorzubereiten.

Die Kirche im Wertherbrucher Ortskern ist geöffnet, die ersten Proben fangen an. Man trifft sich, man singt zusammen. Am Abend dann, gegen 17 Uhr, ist auch die Gemeinde eingeladen, in die Kirche zu kommen, gemeinsam zu singen oder einfach nur zuzuhören. Es ist eben wichtig, dass solche gemeinsamen Aktivität, und was gibt es gemeinschaftlicheres als das gemeinsame Singen, in einem Ort gelebt wird.

Seit 1993 ist Birgit Dickmann die Leiterin des Chors, oder besser gesagt der beiden Chöre. Denn es gibt zum einen den Kirchenchor, dessen Anfänge bis 1919 und wahrscheinlich noch weiter zurück gehen, der immer mal wieder kurze Phasen der Unterbrechung hatte, aber zuletzt seit 1983 wieder kontinuierlich Bestand hat und mit 16 Mitglieder doch recht gut besetzt ist. Allerdings, das räumt auch Chorleiterin Dickmann ein, fehlen doch ein wenig die Jungen. Im Kirchenchor liegt die Altersspanne von Anfang 50 bis Anfang 80. Auch im Gospelchor, der immerhin 21 Mitglieder zählt, ist die Altersgrenze zwar deutlich niedriger, aber dennoch sind auch hier kaum unter 40-jährige vertreten. Ein weiterer Grund, sich mit einem Sommerfest und vor allem mit einem gemeinsamen offenen Singen am Nachmittag, ins Gedächtnis zu bringen und so vielleicht auch den einen oder anderen „Nachwuchssänger“ mit ins Boot zu holen, denn das zeigt so ein Sommerfest auch – die Freude an der Gemeinschaft tut in jedem Alter gut.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel