Bürgermeisterkandidatin erhält Wahlkampf-Hilfe aus Berlin

Mit Angela Merkel durfte sich Roswitha Bannert-Schlabes im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin fotografieren lassen.
Mit Angela Merkel durfte sich Roswitha Bannert-Schlabes im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin fotografieren lassen.
Foto: Tobias Koch
Roswitha Bannert-Schlabes war mit anderen CDU-Bewerbern in der Bundeshauptstadt und traf dabei auch die Kanzlerin

Hamminkeln..  Roswitha Bannert-Schlabes möchte Bürgermeisterin werden. Sollte sie im Herbst gewählt werden, wäre sie die erste Frau, die im Hamminkelner Rathaus das Sagen hätte. Ihr Start in den Vorwahlkampf war nicht leicht. Ihre Partei, die CDU, hat Steuererhöhungen zu verantworten. Das müsse sein. Aber, so verspricht die Kandidatin: So schnell wie möglich wolle sie die Beiträge wieder zurückfahren. Verbündete sucht sie an oberster Stelle - in Berlin. Die Bundeskanzlerin an der Spitze.

Nicht kleckern, sondern klotzen, lautet das Motto ihres Wahlkampf-Strategen Norbert Neß. Der verfügt unter anderem aus seinen Düsseldorfer Aktivitäten für CDU-Regierung und -Landtagsfraktion über gute parteipolitische Drähte. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss tut ein Übriges, und so dürfen aufstrebende Kommunalpolitiker und -politikerinnen immer mal gerne in die Bundeshauptstadt reisen und mit Kolleginnen und Kollegen aus der oberen Partei-Etage kommunizieren. Hinterher berichten sie dann von beeindruckenden Erlebnissen und bringen Fotos davon mit.

Händedruck mit Merkel

Roswitha Bannert-Schlabes war begeistert, zumindest angetan, dass Angela Merkel ihr im Konrad-Adenauer-Haus die Hand reichte. Nicht nur ihr, sondern auch den Mitreisenden - „andere Bürgermeister-Kandidaten aus dem Kreis“, wie die Brünerin berichtet. „Frau Merkel hat sich ihre Bodenständigkeit bewahrt“, fand sie. Die Kanzlerin wisse um die lokalen Anliegen.

Insbesondere das Thema Flüchtlinge und die Finanzproblematik habe sie nach Berlin tragen wollen, so Roswitha Bannert-Schlabes, nachdem ihre Partei bei einer Bürgersprechstunde in Mehrhoog aufgefordert worden sei, „denen da oben“ die Lage noch mal deutlich zu machen. Sie habe sich „dafür eingesetzt, dass die Kommunen von der positiven Entwicklung des Bundeshaushalts profitieren“, so die Kandidatin. Mit Merkels persönlichem Referenten sei ein längeres Gespräch geführt worden.

Was die weiteren „politischen Termine“ des zweitägigen Berlin-Besuches beinhalteten, wollte sie auf Nachfrage noch nicht verraten. Das schafft Spannung, gemäß der Wahlkampf-Regel, nicht alle Munition auf einmal zu verschießen.

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