Breitband in Mehrhoog

RWE möchte in Mehrhoog sieben Kilometer Glasfaser verlegen und in diesem Monat mit den Arbeiten starten. Eine Nachfragebündelung gibt es nicht.
RWE möchte in Mehrhoog sieben Kilometer Glasfaser verlegen und in diesem Monat mit den Arbeiten starten. Eine Nachfragebündelung gibt es nicht.
Foto: Hans Blossey
Schnelles Internet für 1400 Haushalte. RWE möchte noch im April mit den Tiefbauarbeiten starten.

Hamminkeln..  Die flächendeckende Versorgung Hamminkelns mit schnellem Internet schreitet voran. Während die Deutsche Glasfaser in Brünen weiterhin die Werbetrommel rührt und die Unterbauerschaft mit RWE den Ausbau in der Peripherie vorantreibt, hat das Essener Unternehmen nun angekündigt, auch in Mehrhoog Glasfaser zu verlegen.

Sieben Kilometer Glasfaser

Das Projekt stellte RWE gestern im Rathaus gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Romanski und Wirtschaftsförderer Martin Hapke vor. Der Kontakt zwischen Unternehmen und Verwaltung war während der Gespräche zum Glasfaser-Ausbau in der Unterbauerschaft entstanden.

Doch anders als beim Brüner Außenbezirk werde man in Mehrhoog keine Nachfragebündelung starten, sondern direkt mit dem Ausbau beginnen, sagte der Leiter der RWE-Hauptregion Rhein-Ruhr, Rainer Hegmann, der im Rennen um die Kunden besonders auf die Zeitkarte setzt.

Rund 1400 Mehrhooger Haushalte möchte RWE an die Breitbandleitung anschließen. Und das 500 000 Euro-Projekt soll bereits in diesem April mit den notwendigen Tiefbauarbeiten beginnen und zügig vorangehen. Ende Oktober dieses Jahres soll es abgeschlossen und die Mehrhooger ans schnelle Internet angeschlossen sein. Insgesamt sieben Kilometer Glasfaserleitungen werden dann Downloadgeschwindigkeiten von bis 100 Megabit pro Sekunde zulassen. Der Ortsteil wäre dann ziemlich ordentlich versorgt. Allerdings: Töven sei in diesem Ausbauplan nicht berücksichtigt, so Hegmann.

Infoabend am 25. April

Am kommenden Montag, 25. April, werden Verwaltung und RWE gemeinsam um 19 Uhr im Tennis-Club Mehrhoog über den geplanten Glasfaserausbau informieren. Wo genau werden die Leitungen gelegt, welche technischen Voraussetzungen sind notwendig, welche Produkte gibt es zu welchen Preisen? Fragen wie diese wird das Unternehmen dann beantworten, um die Mehrhooger für die Hochgeschwindigkeitsleitung zu erwärmen - gemeinsam mit dem Bürgermeister, der sich derzeit rege für den Glasfaserausbau auf Hamminkelner Gebiet einsetzt - nicht nur mit RWE, dessen Konzessionspartner die Stadt noch bis 2028 sei, so Bernd Romanski, auch mit der Deutschen Glasfaser führe man Gespräche. Das sei derzeit aber ein bisschen problematisch, sagte der Bürgermeister mit Blick nach Brünen.

Dort ist die Deutsche Glasfaser mit ihrer Nachfragebündelung mittlerweile bei zehn Prozent angelangt. Nötig für einen Ausbau sind unterdessen 40 Prozent. Stichtag ist der 23. Mai. Bis dahin bleibt noch Zeit. Am Samstag, 30. April, werden Bürgermeister und Deutsche Glasfaser auf dem Bauernmarkt die Werbetrommel rühren. Die Bewohner im Außenbereich Brünens sind da schon weiter.

Anfang März warben sie für die Verlegung der Glasfaserleitungen in Eigenregie. Und jetzt haben die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Unterbauerschaft - geht auch schneller“ die notwendigen 70 Verträge zusammen, um in die heiße Phase der Projektplanung treten zu können. Vorbild ist das Loikumer Modell. Die Anwohner verlegen die Leitungen, RWE installiert die Anschlüsse und bietet das schnelle Internet an.

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