Betuwe-Tunnel und ein Baugebiet

Hier soll es demnächst eine Unterführung geben. Foto: Markus Weißenfels
Hier soll es demnächst eine Unterführung geben. Foto: Markus Weißenfels
Foto: NRZ

Wesel. Es soll ein kinder- und familienfreundliches Stadtviertel werden, das zwischen der Feldmark und Lackhausen entsteht. Und mehr noch: Es soll sich um ein ökologisches Wohngebiet handeln, dessen Gebäude mittels eines Blockheizkraftwerks beheizt werden. So lauten die Vorstellungen des SPD-Ortsvereins Feldmark/Blumenkamp für das Areal zwischen Holz- und Hessenweg und zwischen Mühlenweg und Emmericher Straße. Noch ist hier eine grüne Wiese zu finden, doch das soll sich mit der Offenlegung des Bebauungsplans, der momentan noch unter dem Titel „Hessenviertel“ läuft, demnächst ändern.

Mit ihm wäre die Grundvoraussetzung für die Erschließungsstraße - momentan als Bykallee betitelt - gegeben, die wiederum aus dem künftigen Tunnel südlich des Hessenwegs käme. Hier und am Holzweg sind wegen der Betuwe-Linie zwei Untertunnelungen vorgesehen (die NRZ berichtete), wobei diverse Varianten vorliegen. SPD-Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest ist allerdings nicht zu Kompromissen bereit, wenn es um den beidseitigen Rad- und Fußweg im Hessenwegtunnel geht, wie er gestern bei einem Vor-Ort-Termin ankündigte. Mit der Planung für das neue Wohngebiet und die Betuwe-Linie sollen weitere Veränderungen einhergehen, wie Ratsfrau Hanne Eckhardt erläuterte.

Park & Ride in der Feldmark

So ist die Verlegung des Haltepunktes Feldmark Richtung Norden vorgesehen. Hier wünschen sich die Sozialdemokraten zudem eine Park- und Ride-Anlage sowie eine Fahrradanlage, inklusive behindertengerechtem Bahnsteig. Keine Frage, die Planung soll nicht nur seitens der Stadt schlüssig sein, sondern Hand in Hand mit der Bahn gehen.

Die künftige Erschließungsstraße diene nicht nur als Verbindung zwischen der Feldmark und Lackhausen und bringe eine Entlastung für den Hessenweg, sie sorge auch dafür, dass der Holzweg untergeordnet werde und in Richtung Feldmark lediglich für Radfahrer und Fußgänger geöffnet werden könne.

Mittlerweile sei auch die Idee eines Heizkraftwerks auf einem guten Weg. So plane der Kreis damit die Befeuerung des Berufskollegs. Möglicherweise könnten damit auch weitere Gebäude, wie städtische Schulen und Einrichtungen der katholischen Kirchengemeinde versorgt werden.

Die Öffentlichkeit möchte der SPD-Ortsverein Feldmark/Blumenkamp am Donnerstag, 9. September, über den Stand der Dinge informieren. Helmut Klein-Hitpaß von der Stadtverwaltung wird ab 19.30 Uhr in der Gaststätte Feldmarker Eck, Ecke Holz-/Mühlenweg, über die aktuellen Pläne für die beiden Unterführungen berichten. Darum und um das vorgesehene Baugebiet nördlich des Holzwegs geht es auch im Ausschuss für Stadtentwicklung am 15. September.

 
 

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