Band „Meine Zeit“ aus Wesel spielt vor 8000 Menschen

Die Musiker von „Meine Zeit“: Sebastian Kuck, Daniel Gilberg und Tilo Hellmann (von links).
Die Musiker von „Meine Zeit“: Sebastian Kuck, Daniel Gilberg und Tilo Hellmann (von links).
Foto: Christoph Karl Banski
  • Die drei Jungs der Band „Meine Zeit“ schreiben ihre Deutschpop-Lieder selbst
  • Damit sind sie erfolgreich, denn sie haben bereits als Vor-Band von Lena Meyer-Landrut gesungen
  • Trotz des Erfolgs sind sie realistisch und haben einen beruflichen Weg fernab der Bühne eingeschlagen

Wesel.. Seit drei Jahren stehen Daniel Gilberg, Sebastian Kuck und Tilo Hellmann mittlerweile als „Meine Zeit“ gemeinsam auf der Bühne. Erst drei Jahre, mag man meinen. Die drei können sich aber kaum noch vorstellen, wie es vorher war – als es ihre Band noch nicht gab. „Was hätten wir an all den Wochenenden und Probeabenden nur gemacht?“, philosophiert Daniel. Eigentlich aber möchte sich der 18-Jährige das gar nicht vorstellen. Denn er und auch die anderen beiden wollen das Miteinander in der Gruppe nicht missen, fühlen sich mit „Meine Zeit“ musikalisch angekommen.

Seit der Gründung der Band im Jahr 2013 haben Daniel (Gesang und Gitarre), Tilo (Schlagzeug) und Sebastian (Keyboard) schon einiges miteinander erlebt und erreicht. „Vor allem das aktuelle Jahr war für uns der absolute Knaller bisher“, sagt Daniel. Die Gruppe gab zahlreiche Konzerte und trat bei verschiedenen Festivals auf. Und das Jahr wird noch besser: Denn Ende November gehen „Meine Zeit“ mit den „Killerpilzen“ auf Tour und stehen dann in Düsseldorf, Bremen, Konstanz oder Hannover auf der Bühne. Für den „Meine Zeit“-Sänger eine ganz besondere Erfahrung. „Ich bin mit der Musik der Killerpilze aufgewachsen und irgendwie ein bisschen Fan“, sagt er. Doch auch die anderen beiden freuen sich schon sehr auf die neue Erfahrung. „Das wird das bisher größte Kapitel unserer Bandgeschichte“, betont Tilo (22).

Ein weiteres großes Kapitel erlebte die Weseler Band im Juni bei einem Auftritt in Kleve. Dort standen die Jungs als Unterstützung von Lena Meyer-Landrut auf der Bühne – vor 8000 Fans. Eine spannende Erfahrung für das Trio, und das nicht nur wegen der vielen Leute. „Man kam sich ein wenig vor wie Justin Bieber höchstpersönlich“, erinnert Tilo sich. „Wir konnten gar nicht unerkannt über das Gelände laufen, haben stundenlang Autogramme geschrieben.“ Als sie anschließend zurück im Proberaum in Obrighoven ihre Instrumente ausluden und auf den Kalender sahen, habe da für den nächsten Tag ein Auftritt in Mönchengladbach gestanden. „Vor zehn Leuten“, sagt Daniel. „Das war ein großer Kontrast. Für uns aber spannend zu sehen, dass unsere Musik live vor 8000 Leuten genauso funktioniert wie vor zehn.“

Die Jungs von „Meine Zeit“ schreiben ihre Deutschpop-Songs selbst. Die Texte stammen meist von Daniel oder Sebastian, die Musik dazu komponieren sie gemeinsam. Manchmal ist auch Moritz Hippich an den Entstehungsprozessen beteiligt, der zudem bei Liveauftritten als Bassist mit dabei ist. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass die Band deutschsprachige Musik machen wolle, erinnert sich Sebastian. „Wir waren vorher in anderen Bandprojekten mit englischsprachiger Musik und wollten was Neues ausprobieren“, sagt der 21-Jährige. Zudem habe sich „Meine Zeit“ mit den deutschen Texten abgrenzen wollen. „Vor drei Jahren war das auch noch so“, sagt Sebastian lachend. „Mittlerweile ist Deutschpop ja allgegenwärtig.“

Und auch „Meine Zeit“ hat sich mittlerweile eine Fangemeinde in, aber auch außerhalb von Wesel aufgebaut. Dennoch heben die Jungs nicht ab, sondern sehen ihren Erfolg realistisch. „Wir wissen, dass es sehr schwer ist, sich langfristig im Musikgeschäft zu behaupten“, sagt Sebastian. Alle drei haben deshalb auch einen beruflichen Weg fernab der Bühne eingeschlagen – Sebastian macht eine Ausbildung, Tilo studiert, Daniel macht sein Fachabi. Die Musik sei dennoch mehr als ein Hobby. Und Sebastian meint: „Wenn das was wird mit der großen Karriere, sagen wir bestimmt nicht Nein.“

 
 

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