Ausgezeichnete Ideen

Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann

Wese..  „Das ist kein halber Kram“ - Norbert Borgmann, Obermeister der Innung Sanitär, Heizung, Klimatechnik Kreis Wesel, gerät ins Schwärmen. Julia und Frank Höpken haben einen 50er-Jahre-Bau an der Grünstraße zum modernen Niedrigenergiehaus umgebaut – und dafür gestern den RWE-Klimaschutzpreis erhalten. Den hat die Jury in diesem Jahr zweigeteilt: Auch die Arbeitsgruppe Stadttauben Wesel ist für ihre Arbeit ausgezeichnet worden – Höpkens erhalten 3000, die Taubeninitiative 2000 Euro.

Gestern verliehen Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Rainer Hegmann, Leiter der RWE-Hauptregion Wesel, Diplom-Ingenieurin Daniela Lohmeyer und Norbert Borgmann den Preis.

Sein Baujahr ist dem Haus der Höpkens nicht mehr anzusehen – es ist ein „energietechnischer Traum“, sagt Norbert Borgmann. Mit allem Drum und Dran: Fassade, Dach und Keller gedämmt, neue Fenster, Wärmetauscher, Erdwärmepumpe, Photovoltaik, Regenwasserversickerung und, und, und.... Frank Höpken bedauert, dass es ihnen nicht gelang, die Bodenplatte im Keller zu dämmen. „Unser Ziel war es, unabhängig von nicht regenerativen Energien zu sein“, erläuterte er. Das ist der Familie gelungen.

Über die Anerkennung - und das vom Energieunternehmen ausgelobte Preisgeld - freute sich auch die Arbeitsgruppe Stadttauben. Sie sorge für mehr Stadtsauberkeit und Hygiene, so die Jury. Indem die Helfer die Eier durch Attrappen ersetzen, reduzieren sie die Zahl der Tiere. Und sie entsorgen nicht zuletzt rund 60 Kilogramm Kot im Monat, der an den beiden Taubenhäusern anfällt. Silja Meyer-Suchsland, Manuela Zebunke und Lydia van Holt nahmen den Preis entgegen. Der Klimaschutzpreis sei bewusst auch auf den Bereich Umweltschutz ausgeweitet, erläuterte Rainer Hegmann. Es gehe darum, beispielhafte Initiativen vorzustellen - solche, die zum Nachahmen anregen können.

 
 

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