Ampel oder Umbau? Entscheidung fällt bald

So sieht die Situation zurzeit am Kreisverkehr Nord-/Grünstraße aus. Jetzt muss noch entschieden werden, ob es hier künftig eine Ampel oder einen umgebauten Kreisverkehr geben soll.
So sieht die Situation zurzeit am Kreisverkehr Nord-/Grünstraße aus. Jetzt muss noch entschieden werden, ob es hier künftig eine Ampel oder einen umgebauten Kreisverkehr geben soll.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Es ist ruhig geworden, um den Problem-Kreisverkehr Nord-/Grünstraße. Doch gelöst wurde bislang nur das Lärmproblem, indem Pfähle die Teller vor dem Überfahren schützen. Jetzt steht das Thema Sicherheit an. Noch in dieser Woche gibt’s Gespräche.

Wesel.  Nach langen Bemühungen, eine Lösung für den Problem-Kreisverkehr Nord-/Grünstraße zu finden, kommt nun endlich Bewegung in die Sache. Noch in dieser Woche findet ein weiteres Gespräch zwischen Stadt und Kreis Wesel statt, bei dem es darum gehen soll, ob die Stadt Wesel an der Unfallhäufungsstelle eine Ampel oder einen Umbau des Kreisverkehrs nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft bevorzugt. Beide Lösungen würden in etwa gleich teuer, sagt Dieter Kreilkamp von der Kreisverwaltung, der auch in der Unfallkommission tätig ist.

Kosten teilen sich Stadt und Kreis

Schließlich haben sich am Kreisel innerhalb von drei Jahren 16 Unfälle mit Radfahrern ereignet, bei denen zwei Menschen schwer und 13 leicht verletzt wurden. Die Unfallkommission, die aus Vertretern des Kreises Wesel, der Stadt Wesel und der Kreispolizeibehörde besteht, hatte deshalb die genannten Lösungsmöglichkeiten empfohlen. Kostenpunkt in beiden Fällen: 150 000 bis 200 000 Euro. Die Summe müsste zu gleichen Teilen von der Stadt und dem Kreis gezahlt werden.

Kreilkamp möchte gern noch im Januar eine Lösung, so wie auch der Fachausschuss auf Kreisebene, der in seiner Novembersitzung auf eine schnelle Entscheidung der Stadt gedrängt hat. Denn rund um den Kreisel herrscht jede Menge Verkehr. Täglich wird er von 15 000 bis 16 000 Kraftfahrzeugen benutzt. Hinzu kommen vor allem Radfahrer, darunter viele Schülerinnen und Schüler.

Das Lärmproblem, das die Anlieger des Kreisverkehrs Nord-/Grünstraße lange beklagt haben, ist zwischenzeitlich gelöst worden. Pfähle sperren seit etwa Mitte Dezember den inneren Kreis so ab, dass die so genannten Kölner Teller nicht mehr überfahren werden können.

 
 

EURE FAVORITEN