Abschied vom Symposium

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Hamminkeln..  Am Samstag endete das elfte und letzte Hamminkelner Symposion mit einem großen Abschlussfest. Zum letzten Mal hatte Peter Krüger befreundete Künstler auf sein Grundstück eingeladen, um zwei Wochen lang mit ihnen zu arbeiten. „Es ist ein befreiendes Gefühl. Ich werde nun nur noch Workshops für weniger Teilnehmer anbieten“, erklärte der 72-Jährige seine Entscheidung.

Damit endet aber auch eine lange künstlerische Geschichte. Seit 1998 veranstalte Krüger in unregelmäßigen Abständen Symposien. An diesen nahmen schon Künstler aus verschiedenen Ländern teil: Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Portugal. In den Jahren 2003 und 2010 wurden die Symposien in Portugal veranstaltet, um den dortigen Künstlern die Teilnahme zu ermöglichen.

Nicht ganz so international war das diesjährige Symposion besetzt, 14 deutsche und ein niederländischer Künstler werkelten 14 Tage lang auf Krügers 10 000 Quadratmeter großen Anwesen. Dabei standen die Kommunikation und der Austausch untereinander im Mittelpunkt. „Man befruchtet sich gegenseitig. Techniken werden vermittelt, es wird gefachsimpelt und Anregungen werden ausgetauscht“, erklärte Krüger. Jeder Künstler ist aber dennoch für sich selbst verantwortlich: „Die Arbeit ist sehr individuell. Manche arbeiten den ganzen Tag durch, andere machen immer wieder kleine Pausen.“ In einer Scheune konnten die Künstler sich verpflegen und auch auf dem Anwesen nächtigen.

Eine Premiere war das elfte Symposion für Thorsten Sieber. Der 49-Jährige nahm zum ersten Mal teil und war begeistert: „Es ist wie Urlaub hier. Die Arbeit macht riesig Spaß.“ Seit neun Jahren ist Sieber als Bildhauer tätig, durch einen Zufall hat er seine Passion entdeckt. „Ich war mit meiner Familie bei einem Tag der offenen Tür in einer Kunsthalle und habe an einem Workshop für Bildhauen teilgenommen. Nach drei Stunden war meine erste Skulptur fertig“, erzählte der Geestener. Mit einem Augenzwinkern sprach er die Hoffnung aller Künstler aus: „Wir überreden Peter noch, dass er noch weitere Symposien hier veranstaltet.“

Bei dem Abschlussfest am Samstag hat Armin Küpper, der ebenfalls als Bildhauer an dem Symposion teilgenommen hat, mit seinem Jazzquartett für die musikalische Untermalung gesorgt. „Musik und Kunst gehören einfach zusammen“, bestätigte der ehemalige Jazz-Bassist Krüger.

Die geschaffenen Skulpturen aus Marmor und Sandstein konnten am Samstag erworben und einige sogar bei einer Tombola gewonnen werden.

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