Aberwitzig!

Sparkassenfusion..  Da legt sich ein Kranker zu einem Gesunden ins Bett und sagt: Dadurch wird es Dir auch bald besser gehen! Alleine an diesem Bild erkennt man schon die aberwitzige Situation, die jetzt die Dinslakener Politiker den Weselern verkaufen wollen. Die Dinslakener Sparkasse, welche vor Jahren noch abfällig der VerbandsSparkasse Wesel erklärte, sie „spiele in einer anderen Liga“, ist nun in existenzielle Not geraten und braucht frisches Kapital. Über diese Notlage, die wahrscheinlich auf der Grundlage politisch motivierter Kreditvergaben nach dem bekannten Erpresserprinzip (Stichwort: Arbeitsplätze) beruht, sollen Lokalpolitiker entscheiden. Hierzu werden dann Auftragsgutachten von vermeintlich unabhängigen Experten angeführt. Wieso kam die zunächst favorisierte Fusion mit der Duisburger Sparkasse nicht zustande?

Bei dieser Gesamtgemengelage scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die jetzt noch gesunde Verbands-Sparkasse Wesel selbst in eine Schieflage gerät. Letztendlich wird auf Kreisebene nur eine öffentlich-rechtliche Sparkasse existieren können. Nur: Ob sich dazu die Lokalpolitiker durchringen können, erscheint mehr als fraglich. Dazu müssen lokale Egoismen überwunden werden.

Hierzu fällt mir nur ein: Denk ich daran in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!

Wolfgang Joormann,

Hamminkeln

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