Ziel: Gemeinsam neue Wege finden

Warstein..  Gemeinsam neue Wege finden, um den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden: Das ist die Zielsetzung der Suchtfachtagung „Stillenberger Gespräche“ am Dienstag, 28. Oktober, im Festsaal der Klinik Warstein im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Franz-Hegemann-Straße 23. Die 18. Auflage der Expertenrunde steht unter der Überschrift „Veränderungen der Suchtkranken – Herausforderung für das Hilfesystem?!“, Veranstalter ist das LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen.

In den vergangenen Jahren hat sich das Konsumverhalten von Suchtkranken deutlich verändert. So sieht sich das Suchthilfenetzwerk kaum noch mit „reinen“ Alkoholikern oder „reinen“ Heroinabhängigen konfrontiert, sondern muss stattdessen immer häufiger auf Mischkonsumenten reagieren, die zusätzlich eine Abhängigkeit von Cannabis, Amphetaminen, im Labor hergestellten Designerdrogen oder auch biogenen Substanzen entwickelt haben. Daneben registrieren die Suchteinrichtungen vermehrt eine Kombination von stoffgebundener Abhängigkeit und nicht-stoffgebundenen süchtigen Verhaltensstörungen wie zum Beispiel krankhaftes Glücksspiel oder missbräuchliche Internetnutzung.

Diese Verschiebungen stellen hohe Anforderungen an die Zusammenarbeit aller Teile des Suchthilfeapparats. Die 18. „Stillenberger Gespräche“ möchten daher neue, gemeinsame Wege beleuchten zwischen den vielfältigen ambulanten Behandlungs-, Beratungs- und Betreuungsangeboten, der suchtmedizinischen Versorgung, der Entwöhnungsbehandlung und den nachgeschalteten Angeboten. Die Tagung beginnt um 8.30 Uhr mit einem Stehcafé, um 9 Uhr begrüßt Dr. Josef J. Leßmann, Ärztlicher Direktor der LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt, die Teilnehmer. Anschließend folgen verschiedene Impulsreferate.

EURE FAVORITEN