Weil Katastrophenschutz immer wichtiger wird

Malteser, stv. Gruppenführerin Sarah Gabel
Malteser, stv. Gruppenführerin Sarah Gabel
Foto: WP
Was ist überhaupt Katastrophenschutz? Ist so etwas in Belecke eigentlich nötig? Wie kann ich Helfer werden? Um diese Fragen ging es am Mittwoch in Belecke.

Belecke.. „Ein Dankeschön zurück zubekommen – das ist immer toll“, erklärt Sandra Krasel, Stadtbeauftragte der Malteser Ortsgruppe Warstein-Anröchte. „Wir sind kontinuierlich auf der Suche nach Helfern“, fährt Astrid Lepa fort und stellt dabei, zusammen mit der stellvertretenden Gruppenführerin Sarah Gabel und Sandra Krasel das Thema Katastrophenschutz vor.

Wann spricht man überhaupt von einer Katastrophe? Wann war der letzte Ernstfall hier im Stadtgebiet und wie sehen die Zukunftsaussichten aus? „Der Malteser-Hilfsdienst besteht aus fünf Säulen“, erklärt Astrid Lepa. Ausbildung, Ausland, Jugend, soziales Ehrenamt und Katastrophenschutz.

An den letzten Einsatz im Rahmen des Katastrophenschutzes erinnern sich die drei Damen der Ortsgruppe Warstein-Anröchte noch genau: „Im November bei der AEG. Ein Industriegroßbrand wurde gemeldet.“ Denn es wird deutlich: Katastrophen und die Notwendigkeit eines solchen Katastrophenschutzes gibt es nicht nur in Großstädten – auch das Stadtgebiet und vor allem Belecke mit den großen Industrieanlagen kann sich glücklich schätzen, ein so gut ausgebildetes Team im Rücken zu haben.

„Es gibt auch immer wieder überörtliche Einsätze in Soest auf der Allerheiligenkirmes oder in Lippstadt. Teilweise werden wir auch landes- oder sogar bundesweit eingesetzt.“ Und den drei Frauen ist im Gruppenraum des Dr. Anton Görge-Hauses die Begeisterung und Motivation am „Dienst zum Wohle der Gemeinschaft“ anzumerken.

„Wer interessiert an der Arbeit mit Menschen, an Aus- und Weiterbildung ist, der ist bei uns genau richtig“, erklärt Sarah Gabel mit einem Lächeln. Nicht zu vergessen: Das Gefühl, etwas Gutes zu tun. Doch nicht nur Spaß und Interesse sind Argumente, um „einfach mal vorbeizuschauen“, so die Leiter der Ortsgruppe. Durch die verschiedenen Helfer-Ausbildungen entstehen viele Möglichkeiten, die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen „im alltäglichen Leben anzuwenden“, so Sarah Gabel.

Ob Führerscheinerweiterungen, Sprechfunkerausbildungen oder seelsorgerische Ausbildungen – „jeder ist herzlich willkommen bei uns“, so die Stadtbeauftragte Sandra Krasel. Für die kleinen Interessierten ab sechs Jahren findet jeden Mittwoch um 16 Uhr ein Treffen statt; ab 13 Jahren donnerstags um 18.30 Uhr und für alle Jungen und Mädchen ab 16 Jahren montags um 19.30 Uhr im Dr. Paul Göge-Haus in Belecke.

„Wie würdest du dich fühlen, wenn du Hilfe brauchst aber niemand kann dir helfen“, erläuterten die drei Frauen das Motto ihrer Arbeit – Arbeit zum Wohl der Gemeinschaft, denn „Katastrophenschutz war und wird immer von Bedeutung sein“, erklärt Sarah Gabel weiter und geht dabei auch auf die neuen Sicherheitsbestimmungen seit dem Love Parade Unglück 2010 ein. „Deshalb können wir immer viele Helferinnen und Helfer bei uns gebrauchen – ob beim Möhnesee Triathlon, der Montgolfiade oder anderen Events. Der Katastrophenschutz wird immer wichtig sein“. (AL)

 
 

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